![Demoschild Ein Demoschild mit der Aufschrift: Recht[s]zeitig Prüfen. Jetzt.](https://fink.hamburg/wp/wp-content/uploads/2026/01/IMG_8743-2-696x464.jpg)
Am vergangenen Samstag fand die dritte „Prüf”- Demo für die Prüfung rechtsextremer Parteien in Hamburg statt. FINK.HAMBURG war vor Ort und hat die Teilnehmenden gefragt, was sie sich von dem Protest erhoffen und wie sie sich auf die eisigen Temperaturen vorbereitet haben.
Trotz Minusgraden fand am vergangenen Samstag, den 10. Januar 2026, die dritte Demonstration der Initiative „Prüf” zur Prüfung rechtsextremer Parteien in Hamburg auf dem Rathausmarkt statt. Ein Team von FINK.HAMBURG war vor Ort, um die Teilnehmer*innen zum Protest bei eisigen Temperaturen zu befragen.
„Alle Parteien, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall oder gesichert rechtsextrem eingestuft werden, sollen durch das Bundesverfassungsgericht überprüft werden.” Das ist die Forderung der Initiative „Prüf”, die Nico Semsrott, Satiriker, Politiker und ehemaliges Mitglied des EU-Parlaments, ins Leben gerufen hat. Jeden zweiten Samstag im Monat finden die „Prüf”-Demos seit November 2025 in den Haupstädten der Bundesländer statt.
Proteste bauen erfolgreich Druck auf Politik auf
Bei der Demo kamen am Samstagmittag laut dem NDR bis zu 5000 Menschen zusammen, um gemeinsam Druck auf Stadt und Senat bezüglich einer Prüfung von rechtsextremen Parteien auszuüben. Am gestrigen Mittwoch beriet die Hamburgische Bürgerschaft über einen Antrag der rot-grünen Koalition zur Prüfung eines möglichen AfD-Verbotsverfahrens. Mit einer Mehrheit von SPD, Grüne und Linke stimmte die Hamburger Bürgerschaft dafür, ihren Senat zum Handeln aufzufordern.
Livemusik und Schilderwettbewerb als Stimmungsaufheller
Die Organisator*innen von „Prüf” ließen sich einiges einfallen, um Menschen zur Teilnahme an den Protesten zu bewegen. So gab es Stempelkarten für Demo-Teilnahmen, einen Wettbewerb für selbstgebastelte Schilder und gemeinsame Singaktivitäten. Vor allem der Schilderwettbewerb schien die Teilnehmer*innen zu begeistern – die Demonstrant*innen brachten zahlreiche, selbstgebastelte Demoschilder mit. Diese zeigten zum Beispiel Schneemänner mit der Aufschrift „Erstmal prüfen, ob der Schnee braun ist!”, „sAFDladen”, oder „Sei schlau, meide blau”.
Als die Demo den Rathausmarkt für einen kurzen Marsch verließ, wurden die vielen kreativ-gestaltete Schneefiguren auf dem Rathausmarktplatz sichtbar. Die Route führte über die Mönckebergstraße am Hauptbahnhof entlang und schließlich an der Binnenalster zurück zum Rathausmarkt. Für musikalische Unterstützung sorgte der Hamburger Singer-Songwriter Marlo Gosshardt. „Es macht unfassbar viel Spaß, es ist unterhaltsam und man steht für das Richtige ein”, sagte Grosshardt nach seinem Auftritt.






