Eine der gefährlichsten Stoffe bei einem Brand ist das austretende Kohlenstoffmonoxid.
Einer der gefährlichsten Stoffe bei einem Brand ist das austretende Kohlenstoffmonoxid. Foto: pixabay.com

5.485 Brände wurden 2017 der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg gemeldet: Weniger Fehlalarme, mehr Brände. Wie oft in eurer Nachbarschaft Brände gemeldet wurden, erfahrt ihr in unserer interaktiven Karte.

Die Feuerwehr Hamburg hat ihren Jahresbericht 2017 veröffentlicht. Wir haben die Anzahl der Brandmeldungen der Freiwilligen Feuerwehr (FF) über die letzten drei Jahre in einer Karte visualisiert. Am häufigsten wurden der FF Winterhude Brände gemeldet: 243 Mal rief jemand die Feuerwehr. Am wenigsten Brände wurden der FF Billwerder gemeldet, nämlich gar keine.

Jan Ole Unger von der Pressestelle der Feuerwehr Hamburg sagt, dass es dabei große Unterschiede bei den einzelnen Wehren gebe: „Die FF Eppendorf etwa ist in Alsterdorf untergebracht und keine Brandschutzwehr im klassischen Sinne, sondern eine Spezialwehr für technische Hilfeleistungen. Die FF Berliner Tor ist eine Fernmeldekomponente und rückt auch erst bei großen Feuern aus. Zudem sind nicht alle Wehren tagsüber verfügbar. Somit sind Unterschiede in den Alarmierungen zu erklären.“

2017: Weniger Brandmeldungen, aber mehr Brände

2017 wurden insgesamt 431 Brände weniger gemeldet als das Jahr zuvor: 2016 waren es noch 5.916. Dazu sagt Jan Ole Unger: „Die Zahl der Fehlalarme bei Brandmeldeanlagen ist in 2017 rückläufig, die Zahl der von Brandmeldeanlagen detektierten Feuern ist angestiegen. Eine positive Entwicklung.“ Das bedeutet aber auch, dass die Anzahl der Brände gestiegen ist.

Unger sagt, dass der Ausrüstungsstand der Freiwilligen Feuerwehr fortlaufend an die Anforderungen einer Großstadtfeuerwehr angepasst wird. Die Anschaffung von 35 neuen Löschfahrzeugen würde beispielsweise zeigen, dass die Freiwillige Feuerwehr sich kaum von der Ausrüstung der Berufsfeuerwehr unterscheidet.

Aktuell habe die Berufsfeuerwehr laut Feuerwehr Hamburg 3.039 Beschäftigte. Die Freiwillige Feuerwehr habe 2.630 Mitglieder  17 mehr als 2017. Bundesweit sollen die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr sinken. In Hamburg gebe es eine Entwicklung gegen den Bundestrend: Seit 2013 seien es 2018 142 Mitglieder mehr in der Freiwilligen Feuerwehr.

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Eric Recke, Jahrgang 1987, nimmt jeden Morgen drei Gramm Vitamin C und ist überzeugt, dass er deshalb 120 Jahre alt werden wird. Als Sohn zweier DDR-Schwimmstars sah es zunächst so aus, als stehe auch ihm eine Karriere als Leistungssportler bevor, später wollte er sogar einmal Polizist werden. Am Ende studierte Eric dann aber Sozialpädagogik, bis heute schiebt er Schichtdienste in einer Betreuungseinrichtung für Jugendliche. Es gibt an der HAW Hamburg kaum ein studentisches Gremium, dem er noch nicht angehört hat. Die Studierendenzeitung „IMPULS“ hat er mitgegründet und ein Buch über die Geschichte der Olympischen Spiele geschrieben. Trotz seines anstrengenden Lebenswandels verzichtet Eric morgens auf Kaffee: das dauert ihm einfach zu lange. Kürzel: er
Carl Lukas Gebhard, geboren 1993, ist gebürtiger Hamburger, also fast – er kommt aus Harburg. Seinen Bachelor und Master hat er in Göttingen in Gender Studies gemacht. In Zusammenarbeit mit dem Gleichstellungsbüro Northeim und Einbeck hat er mit Schülerinnen und Schülern Erklärvideos gedreht, zum Beispiel zu Transsexualität und Mobbing. Auch im Newsroom von FINK.HAMBURG setzt er sich für das Thema Gleichstellung ein. Seine Kühlschranktür ist voll mit Magneten aus der ganzen Welt. In Vietnam trank Lukas in sechs Stunden hundert Bier mit einheimischen Senioren – deren Sprache er danach auch etwas verstand. Ein Jahr jobbte er an der Rezeption der einzigen Jugendherberge in Sankt Moritz. Dreimal in der Woche ist er in Hamburg bouldern. Sein Ziel: krass werden. lg

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