Freihafenelbbrücke Hamburg
Für Autos bleibt die Freihafenelbbrücke möglicherweise bis Mai gesperrt. Foto: Pixabay

Nachdem Ende Januar ein Schiff mit der Freihafenelbbrücke kollidierte, muss diese längere Zeit gesperrt bleiben. Das hat auch Auswirkungen auf die A255.

Die Freihafenelbbrücke zwischen der Veddel und HafenCity bleibt mindestens bis Mai für Autos gesperrt. Die Erkundung der Schäden dauere noch an, teilte die Hafenbehörde HPA mit.

Es sei bereits klar, dass durch die Schiffskollision Ende Januar ein Querträger deformiert und ein Längsträgeranschluss beschädigt sei. Ein Windverband, Teil der markanten Stahlträgerkonstruktion auf der Brücke, sei komplett zerstört. Außerdem musste eine beschädigte Gasleitung abgeriegelt werden.

„In einer ersten Prognose gehen wir davon aus, ohne den gesamten Instandsetzungsaufwand heute genau zu kennen, dass sich die Instandsetzungen bis Ende Mai 2022 ziehen können“, sagte HPA-Sprecherin Sinje Pangritz.

Freihhafenelbbrücke: Sanierung der A255 verschoben

Die Sperrung der Brücke behindert auch die Sanierung der A255. Die Bauarbeiten auf dem wichtigen Autobahnabschnitt, der die Innenstadt mit der A1 verbindet, sollten eigentlich im März weitergehen. Wie ein Sprecher der Autobahn GmbH Nord mitteilte, verschiebt sich nun der Start. Die Sanierung ist nur möglich, wenn die Freihafenelbbrücke als Ausweichroute verfügbar ist.

Am späten Abend des 29. Januar war ein Baggerschiff mit der Brücke kollidiert. Zur Unfallzeit herrschte wegen der schweren Sturmflut durch das Tief Nadia ein besonders hoher Wasserstand. Das Schiff stieß gegen die Brücke und fuhr sich darunter fest. Der 44 Jahre alte Schiffsführer und ein 45-jähriger Baggerfahrer blieben unverletzt. Nach Angaben der Polizei hatten beide Männer einen Atemalkoholwert von rund 1,4 Promille.

Die Freihafenelbbrücke mit den prägnanten stählernen Fachwerkbögen von 1926 gilt als ein Wahrzeichen Hamburgs. Eigentlich wollte die Verkehrsbehörde das denkmalgeschützte Bauwerk in diesem Jahr sanieren. Der Senat will jedoch zunächst prüfen, ob die parallele Bahnbrücke von vier auf sechs Gleise erweitert werden kann.

meh/dpa