Ein Containerschiff auf der Elbe, im Hintergrund der Hamburger Hafen
Containerterminals an der Elbe im Hafen. Foto: Moritz Kindler/unsplash

Der Hamburger Hafenlogistiker HHLA meldet im ersten Quartal Verluste. Das Unternehmen bleibt dennoch bei seiner Jahresprognose. Schuld an den Verlusten ist auch das wirtschaftliche Umfeld.

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) hat im ersten Quartal 2024 rote Zahlen geschrieben. Zwar stieg der Containerumschlag im ersten Quartal aufgrund eines schwachen Vorjahres an, jedoch meldete das größte Logistikunternehmen im Hafen einen Nettoverlust von 1,1 Millionen Euro. 2023 hatte das Unternehmen einen Nettogewinn von 2,8 Millionen Euro gemeldet und damit das schlechteste Ergebnis seit fast 15 Jahren verbucht. Für das gesamte Jahr 2024 erwartet das Hafenunternehmen wieder einen moderaten Umsatzanstieg.

Grund für die roten Zahlen seien Störungen der Lieferketten, so die Vorstandschefin Angela Titzrath. Das wirtschaftliche Umfeld sei von andauernden Krisen und zunehmenden geopolitischen Spannungen geprägt. Auch der militärische Konflikt im Roten Meer führe laut HHLA zu deutlichen Verspätungen und Ausfällen von Schiffen in europäischen Häfen. Seit der Militäroffensive Israels im Gazastreifen greift die jemenitische Huthi-Miliz Handelsschiffe im roten Meer an.

Zukünftig will die Stadt Hamburg für die HHLA die weltweit größte Reederei Mediterranean Shipping Company (MSC) an Bord holen. MSC soll die HHLA als Gemeinschaftsunternehmen führen. Die Stadt Hamburg plant, am Unternehmen Anteile von 50,1 Prozent zu halten. Die Reederei wird das Eigenkapital der HHLA auf 450 Millionen Euro erhöhen und das Landungsaufkommen bis 2031 auf eine Millionen Standardcontainer im Jahr steigern. Die Stadt möchte so die Zukunft des Hafens sichern. Es gibt erhebliche Widerstände gegen den Deal. Besonders Hafenarbeiter*nnen, Betriebsräte, die Opposition der Bürgerschaft und die Gewerkschaft Verdi widersprechen dem Geschäft.

eck/dpa

Louisa Eck, Jahrgang 2002, schrieb in der 3. Klasse für die Schülerzeitung einen Artikel über einen Bauern, der Kastanien für seine Schweine sammelte. Spätestens ab diesem Zeitpunkt war klar: Sie möchte Journalistin werden. Louisa studierte Medienwissenschaft in Köln. Auch ein Abstecher in die PR beim dortigen Institut der deutschen Wirtschaft brachte sie nicht vom Journalismus ab. In der Domstadt entdeckte sie neben ihrer Liebe zum Karneval auch ihr Talent für die Herstellung von veganem Gebäck. Seit ihrem Umzug in ihre Geburtsstadt Hamburg ruht ihr Froschkostüm. Im HAW Newsroom verteidigt sie jetzt Alaaf gegen Helau und Kölsch gegen Alt und Astra. Kürzel: eck

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