Containerschiffe am Hamburger Hafen. Foto: monikawl999/pixabay
Containerschiffe am Hamburger Hafen. Foto: monikawl999/pixabay

Es wird wohl zu neuen Warnstreiks im Tarifstreit um die Löhne der Hafenarbeiter*innen in Deutschlands Seehäfen kommen, denn die dritte Verhandlungsrunde blieb ergebnislos.

Die dritte Verhandlungsrunde in der Tarifauseinandersetzung bei den deutschen Seehäfen blieb ergebnislos. Am Montag und Dienstag gab es Gespräche zwischen der Gewerkschaft Verdi und dem Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS). Verdi teilte am heutigen Mittwoch mit, dass die beiden Parteien sich erneut vertagt haben. Die Verhandlungen sollen Anfang Juli forgesetzt werden. Einen genauen neuen Termin gebe es noch nicht. Bevor die dritte Verhandlungsrunde beendet wurde, kündigte die Gewerkschaft bereits weitere Warnstreiks an, falls es zu einem erneuten Scheitern kommen sollte.

Verdi fordert höhere Löhne

Für die Beschäftigten fordert Verdi eine Eröhung der Stundenlöhne um drei Euro und eine Anhebung der Schichtzuschläge bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von zwölf Monaten. Die Lohnerhöhung soll rückenwirkend ab dem 1. Juni dieses Jahres gelten. Nach eigenen Angaben hat der ZDS in der dritten Verhandlungsrunde sein Angebot erhöht und bietet unter anderem eine Gehaltserhöhung von 2,9 Prozent, also mindestens 80 Cent pro Stunde. Verdi-Verhandlungsführerin Maren Ulbrich sagte „Wir liegen noch weit auseinander.” Das von dem ZDS vorgelegte Angebot sei inakzeptabel.

Neue Verhandlungrunde war bereits angekündigt

Bereits am vergangegenen Montag haben Hafenarbeiter*innen bei einem Warnstreik ihre Arbeit niedergelegt. Betroffen waren neben dem Hamburger Hafen auch die Häfen in Bremen, Bremerhaven, Brake und Emden. Nach Angaben von Verdi dauerte der Warnstreik je nach Standort 24 bis 48 Stunden. Dabei wurde in Hamburg der Hafen- und Containerumschlag weitgehend lahm gelegt. 

lun/dpa

Luna Baumann Dominguez, Jahrgang 1996, hat ein Faible für das deutsche Lachshuhn. Das hat ihr in ihrem Lieblingskartenspiel “Hennen” schon einige Siege beschert. Sie ist in Mönchengladbach geboren, aber schon 13-mal umgezogen. Beim WDR in Köln machte sie ein Praktikum in der Wirtschaftsredaktion. Ihren Bachelor in Kommunikationswissenschaft begann Luna vor allem, um beim Uni-Radio in Münster zu arbeiten. Dort gründete sie die feministische Sendung “Equals” und interviewte Reggae-Musiker: Bei einem Dub-Inc-Konzert in Paris ließ der Schlagzeuger für sie sogar das französische Fernsehen warten. Die Leute im Ruhrgebiet - große Klappe, herzlich, immer direkt - vermisst sie schon jetzt. Kürzel: lun

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