Ein Räum-und Streufahrzeug schiebt Schnee von einer Straße.
Hamburgs Stadtreinigung war wegen Glättegefahr im Volleinsatz. Foto: Christian Charisius/dpa

Nach Sturmtief „Elli” beeinträchtigte Tauwetter den Verkehr in Hamburg. Gesperrter Elbtunnel ausgefallene Regionalzüge und S-Bahnen, kein HSV-Spiel – ein Überblick der Umstände. Und ein Ausblick auf das, was kommt.

Nachdem das Sturmtief „Elli” durch Schneefall den Verkehr beeinträchtigte, brachte das darauffolgende Tief „Gunda” zunächste keine spürbar verbesserte Verkehrslage. Am vergangenen Montag warnte der Deutsche Wetterdienst zuerst vor Glättegefahr durch gefrierenden Regen über eine Warnapp, der gestrige Dienstag brachte trotz Plusgraden und Tauwetter keine vollständige Verbesserung. Polizei und Feuerwehr rückten zu mehreren Einsätzen aus. So musste der Elbtunnel am Dienstagvormittag voll gesperrt werden, weil Eisklumpen auf die Autos und Fahrbahn zu fallen drohten.

Auch in der Nacht zum Dienstag bescherte das Wetter der Hamburger Feuerwehr mehrere Einsätze. Ein häufiger Grund war Schmelzwasser, das in Wohngebäude eindrang, oder die schwere Schneelast auf Dächern, so ein Sprecher der Feuerwehr Hamburg.

Hamburgs Stadtreinigung war am gestrigen Dienstag früh im Einsatz. Sie streuten auf den wichtigsten Hauptverkehrsstraßen, den Buslinien, Wegen in einem ausgewählten Radnetz sowie Busbuchten, Bushaltestellen und Fußgängerüberwegen. Nebenstraßen außerhalb dieser genannten Bereiche und Strecken mussten ohne Streusalz auskommen. Der Eis- und Sprühregen in der Nacht von Montag auf Dienstag sorgte für überfrierende Nässe auf dem Boden. Deshalb herrschte trotz des großen Einsatzes des Winterdienstes mit mehr als 360 Fahrzeugen und 728 Helfenden Glättegefahr.

Auch Züge und Bahnen von Tauwetter betroffen

In Hamburg setzte die S-Bahn-Linie S2 am Dienstag aus, andere Linien fuhren verspätet oder in seltenerer Taktung.

Bundeslandübergreifend meldete der Metronom mehrere Störungen, vor allem zwischen Hamburg und Uelzen gab es „mittlere bis hohe“ Verspätungen. Der Regionalverkehr normalisierte sich im Laufe des Tages jedoch zunehmend. Am heutigen Mittwoch meldet die DB keine Verspätungen mehr. Der Hamburger Flughafen teilte schon am gestrigen Dienstag mit, dass alle Flüge wie geplant fliegen würden.

HVV-App unzuverlässig

Im Zuge des Wintereinbruchs fiel Nutzenden der HVV-App auf, dass die Angaben ungenau waren. Wie der NDR berichtete, konnten vor allem am Freitag Fahrgäste wenig auf die Angaben der App oder die Digitalanzeigen an Bahnsteigen vertrauen. Der NDR spricht von „hunderten S-Bahnen“ die ausfielen und trotzdem in der App angezeigt wurden. An manchen Bahnsteiganzeigen, zum Beispiel am Hauptbahnhof, wurden Verspätungen von mehreren hundert Minuten angezeigt.

„Uns ist bewusst, dass die Auskunftsqualität, insbesondere in großen Störlagen, nicht zufriedenstellend ist“, sagte die S-Bahn Hamburg dem NDR. Bei großen Betriebsstörungen müssten die S-Bahn-Mitarbeitenden die Meldungen per Hand in verschiedene Systeme einarbeiten.

Kein Profi-Fußball in Hamburg

Trotz zunächst optimistischer Prognosen aus dem Volksparkstadion wurde das gestrige HSV-Spiel gegen Bayer Leverkusen abgesagt. Vor allem die “wetterbedingten statischen Risiken im Bereich des Stadiondachs” waren laut der Deutschen Fußball Liga (DFL) Grund dafür. Zuvor war das Spiel von St. Pauli gegen RB Leipzig wegen dem Sturmtief „Elli” am vergangenen Wochenende abgesagt worden.

Für den Rest der Woche sagt der DWD Höchsttemperaturen von sieben Grad für Hamburg voraus, mit wechselnder Bewölkung. Sollte also wieder Wasser von oben kommen, ist es nicht gefroren.

ans/dpa

Junge Frau mit Brille im Porträt

Alles ist politisch. Auch die Frage, ob Bier schmeckt oder nicht. Zumindest wenn es nach Anny Norma Schmidt, Jahrgang 2001, geht. Sie bestellt lieber Sekt. Dafür erntet sie in ihrer Heimat Dithmarschen schiefe Blicke. Vielleicht fiel ihr daher der Abschied 2021 in Richtung Magdeburg leicht, um dort Journalismus zu studieren. Ist sie nicht baden oder joggen, sitzt Anny gerne im Café, entweder in ein Buch oder in eine Diskussion über Feminismus und Nachhaltigkeit vertieft. Anny hat schon diverse Praktika bei Lokalzeitungen hinter sich, weil sie es wichtig findet, im Gespräch zu bleiben - sogar über Bier. Kürzel: ans

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