Ein Regionalzug nach Berlin fährt auf Schienen.
Die Fernverkehrs Züge zwischen Berlin und Hamburg werden aktuell umgeleitet. Foto: Jonas über Pixabay (Symbolbild).

Seit August 2025 fährt zwischen Hamburg und Berlin Ersatzverkehr. Laut dem Fahrgastverband “pro Bahn” läuft es insgesamt gut – dennoch gibt es einige Herausforderungen für Pendler.

Seit August 2025 ist die Bahnstrecke Hamburg-Berlin voll gesperrt. Grund für die Sperrung sind Sanierungsarbeiten. Für den Regionalverkehr wurde ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Im Fernverkehr fahren die Züge Umleitungen.

170 Schienenersatz-Busse im Regionalverkehr

Für die Zeit der Sanierungsarbeiten hatte die Deutsche Bahn (DB) zuvor ein alternatives Verkehrskonzept aufgestellt. Dafür arbeitete sie in Hamburg beispielsweise mit dem HVV, in Schleswig-Holstein mit NAH.SH, mit der DB InfraGO AG und dem Busunternehmen ecoVista zusammen, teilt die Sprecherin der Deutschen Bahn für Hamburg, Schleswig Holstein, Niedersachsen und Bremen mit. Insgesamt fahren 170 Busse des Unternehmens ecoVista auf 28 Linien, wie die Deutsche Bahn in einer Zwischenbilanz schreibt.

Längere Reisezeit im Fernverkehr

Das Höchsttempo der Busse wurde aufgrund eines Unfalls auf der Autobahn A24 von 100 km/h auf 80 km/h reduziert. Nach einem Unfall im Oktober seien auch verpflichtende Alkoholtests eingeführt worden.

Im Fernverkehr zwischen Berlin-Hamburg werden die Züge derzeit über Uelzen und Stendal umgeleitet. Die Haltestellen Büchen, Ludwigslust, Wittenberge entfallen. Statt alle 30 Minuten, fahren die Fernzüge derzeit nur einmal pro Stunde, heißt es auf der Webseite der DB.

Insgesamt laufe der Schienenersatzverkehr im Großen und Ganzen gut, so Karl-Peter Naumann, Sprecher des gemeinnützigen Fahrgastverbandes “pro Bahn” in Hamburg und Schleswig Holstein gegenüber FINK.HAMBURG. Aber: Die Ersatzrouten für Fahrgäste seien allerdings auch herausfordernd. 

Bauarbeiten zwischen Hamburg-Berlin “insgesamt im Zeitplan”

Pendler nach Hamburg bräuchten derzeit doppelt so lange wie früher. “Beim Erreichen der Zwischenorte auf der Strecke nach Berlin, wie Wittenberge, Ludwigslust, Hagenow, Boizenburg, können Pendler jetzt zwei statt eine Stunde in eine Richtung brauchen”, meint Naumann. “Da ist der Umstieg auf das Auto nachvollziehbar.”

Aktuell sind fast zwei Drittel der geplanten Zeit für die Sanierungsarbeiten auf der Strecke Hamburg-Berlin um. “Die Bauarbeiten befinden sich insgesamt im Zeitplan”, so die Sprecherin der Deutschen Bahn. Im April 2026 sollen die Arbeiten fertiggestellt werden.

tel/dpa

Antonia Telgmann, Jahrgang 1999, hat früh gelernt, ihre Koffer zu packen. Sie hatte bereits in Dänemark und Singapur gelebt, als sie mit zwölf Jahren nach Hamburg zog. In Asien entdeckte sie ihre Leidenschaft fürs Schwimmen. 2016 kraulte sie bei der Deutschen Meisterschaft als Teil der Staffel. Später studierte sie Politikwissenschaft in Bremen und absolvierte ein Praktikum bei RTL Nord. Für die Onlineredaktion von Radio Bremen, Buten un Binnen, interviewte sie den Knigge-Rat, schrieb über ein Klimacamp für Kinder und berichtete über ehrenamtliches Engagement. Als Kind wollte sie sich bei „Wetten, dass..?“ bewerben – sie konnte alle „Bibi & Tina“-Kassetten am ersten Satz erkennen. Heute träumt sie davon, als Auslandskorrespondentin nach Singapur zurückzukehren.

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