Zwei Eheringe liegen auf einem Holztisch.
2024 wurden in Hamburg 5320 Ehen geschlossen. Foto: Annette Riedl/dpa

In Hamburg ist die Zahl der Eheschließungen 2024 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. In Schleswig-Holstein und im deutschlandweiten Vergleich sind die Hochzeiten zurückgegangen. Im nördlichsten Bundesland wurden so wenig Ehen wie seit 40 Jahren nicht geschlossen. 

In Hamburg wurden im vergangenen Jahr 2024 laut dem Statistikamt Nord 5320 Ehen geschlossen. Das sind 18,3 Prozent mehr als im Vorjahr 2023. Damit wurde der Höchststand seit 2019 erreicht. Dieser lag bei 6065 Ehen. Der Tiefpunkt wurde 2022 erreicht.

Die COVID-19-Regeln waren zu diesem Zeitpunkt bereits wieder gelockert worden; eine mögliche Erklärung könnte der “Süddeutschen Zeitung” zufolge jedoch ein Personalmangel in Hamburgs Standesämtern gewesen sein. Neben den Trauungen seien die Beamt*innen noch für andere Dokumente, wie Geburts- oder Sterbeurkunden zuständig, gleichzeitig seien laut der SZ zum Beispiel in Altona kurzzeitig nur drei Standesbeamt*innen im Dienst gewesen. Deshalb seien viele Paare in das benachbarte Bundesland Schleswig-Holstein verwiesen worden. Dort wurden 2022 fast 17 Prozent mehr Ehen geschlossen als 2021.

2024 heirateten die meisten Paare im Sommer: 601 Paare gaben sich im August das Ja-Wort. Der Januar war dagegen am wenigsten beliebt – es heirateten 228 Paare. In den beiden Jahren zuvor gab es jeweils im September die meisten Eheschließungen.

Rückgang von Eheschließungen in Schleswig-Holstein und deutschlandweit

Während die Eheschließungen in Hamburg gestiegen sind, wurden in Schleswig-Holstein so wenig Ehen wie seit vier Jahrzehnten nicht mehr geschlossen. Nach Angaben des Statistikamts Nord heirateten dort 2024 15.073 Paare. Deutschlandweit wurde mit 349.200 Ehen der niedrigste Stand seit 1950 erreicht.

Scheidungen sinken leicht

Die Zahl der Scheidungen ist 2024 in Hamburg leicht gesunken, von 2619 auf 2613. Dabei bestand mehr als jede fünfte geschiedene Ehe seit mindestens 20 Jahren. Von den Scheidungen waren in Hamburg 1846 Kinder betroffen.

mai/dpa

Miriam Mair, Jahrgang 2001, reiste durch ganz Schweden, um das beste Zimtschneckenrezept des Landes zu finden. Dabei stolperte sie fast über einen Elch und ging freiwillig bei minus 20 Grad baden. In Passau studierte sie Journalistik und Strategische Kommunikation. Während eines Praktikums beim ZDF machte Miriam verschiedene Straßenumfragen. Auch PR reizte sie, bis sie eine Eiscreme vermarkten sollte, die sie nicht mochte. Da war klar: Sie wird Journalistin. Schon als Kind wollte sie werden wie Karla Kolumna, die rasende Reporterin. Das beste Zimtschneckenrezept kreierte Miriam übrigens schlicht selbst. Kürzel: mai

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