Matthias-Elwardt-Portrait
Matthias Elwardt ist Geschäftsführer der Zeise Kinos. Foto (Archiv): FINK.HAMBURG

Wer schaut 800 Filme im Jahr? Matthias Elwardt – aber als Leiter der Zeise Kinos sitzt er auch an der Quelle. Dabei ist er selbst filmreif zum Kinochef geworden. In der neuen Podcastfolge von “People of Hamburg” verrät er unter anderem seine Favoriten für den Oscar. 

Der American Dream des Kinos

Vom Tellerwäscher zum Millionär – nach diesem typischen Erzählstrang lässt sich Matthias Elwardts Karriere beschreiben. Nur dass der Leiter eines Programmkinos mit seiner Tätigkeit selten reich wird. Angefangen als Student, hat Elwardt im Abaton Kino die Tickets für die Vorstellungen verkauft. Später organisierte er eigene Veranstaltungen im Programmkino und stieg so bis zum Programmchef und Geschäftsführer auf. 2019 wechselte er zu den Zeise Kinos. Eine Karriere frei nach dem „Cinematic Dream”.

„die Zeiten für die Kinos sind silbern, aber ob sie noch mal Gold werden, weiß ich nicht.” – Matthias Elwardt

FINK.HAMBURG hat nachgefragt, was sich hinter dem Titel „Geschäftsführer” im Kino verbirgt. Philosophiert er mit Regisseuren wie Fatih Akin („Tschick”, „Rheingold”, „Amrum”) über ihre neuen Werke? Oder besteht der Alltag dann doch eher aus Excel-Tabellen und Rechnungen? Ist es heute überhaupt noch ratsam, die Geschäftsführung eines Kinos zu übernehmen, während das Kino ausstirbt und Streamingdienste übernehmen? Und muss man schon als Kind Filmklassiker wie „Der kleine Lord” oder „Zurück in die Zukunft” bingen, um mitreden zu können?

In der neuen Folge “People of Hamburg” spricht Matthias Elwardt über seine Lieblingsfilme, seine Tipps für die Oscars 2026 und erklärt seinen Weg zum Traumjob für Film-Lover. Matthias Elwardt meint: „Die Zeiten für die Kinos sind silbern, aber ob sie noch mal Gold werden, weiß ich nicht.”

Podcast-Illustration von Alina Uhrich

Sound Intro und Outro von Swan Joulin

People of Hamburg

Unsere Serie “People of Hamburg” rückt Menschen aus Hamburg in den Fokus. In Podcasts oder Porträts erzählen Menschen ihre Geschichten – von bekannten Persönlichkeiten bis hin zu denen, die oft im Hintergrund bleiben. Wir wollen die kulturelle und soziale Vielfalt Hamburgs sichtbar machen und neue Einblicke in das Leben unserer Stadt geben.

Alles ist politisch. Auch die Frage, ob Bier schmeckt oder nicht. Zumindest wenn es nach Anny Norma Schmidt, Jahrgang 2001, geht. Sie bestellt lieber Sekt. Dafür erntet sie in ihrer Heimat Dithmarschen schiefe Blicke. Vielleicht fiel ihr daher der Abschied 2021 in Richtung Magdeburg leicht, um dort Journalismus zu studieren. Ist sie nicht baden oder joggen, sitzt Anny gerne im Café, entweder in ein Buch oder in eine Diskussion über Feminismus und Nachhaltigkeit vertieft. Anny hat schon diverse Praktika bei Lokalzeitungen hinter sich, weil sie es wichtig findet, im Gespräch zu bleiben - sogar über Bier. Kürzel: ans

Tim Hanischdörfer wurde 2001 in Leonberg geboren, der Heimat von Rapper Nimo und der größten Leinwand der Welt. Obwohl er im Schwabenländle aufgewachsen ist, möchte Tim der Welt mitteilen: Maultaschen sind „overrated". Bereits als Kind hatte er den Traum Sportjournalist zu werden. Nach dem Abitur schrieb er dann für eine Lokalzeitung. Während seinem Bachelor der Medien- und Kulturwissenschaft in Freiburg interviewte er für SWR Sport Olympiasiegerin Franziska Brauße und absolvierte ein Praktikum bei funk in Mainz. Neben Fußball ist auch das Kino Tims Leidenschaft. Sein Ziel: alle Hamburger Kinos besuchen! Nun möchte Tim beides vereinen und Fußball sowie Filmrezensionen auf die große Leinwand bringen. Kürzel: tim

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