Seit dem 4. April gibt es einen neuen 50-Euro-Schein. Er soll besonders fälschungssicher sein. Sieht man das? Wir haben den neuen Fünfziger einen Tag vor seiner Erstausgabe den Studenten am Mediencampus der HAW Hamburg gezeigt.

Er hat genau die gleiche Größe und sieht seinem Vorgänger ziemlich ähnlich: der neue 50-Euro-Schein. Seit dem 4. April kommt er mit neuen Sicherheitsmerkmalen daher – sie sollen Fälschern das Leben schwerer machen.

„Fühlen-Sehen-Kippen“

Seit Mai 2013 bringt die Europäische Zentralbank (EZB) die ersten Nachfolger der 5-, 10- und 20-Euro-Scheine unters Volk. Nun ist auch ein neuer 50-Euro-Schein erhältlich. Durch drei besondere Merkmale soll er noch sicherer sein als sein Vorgänger:

  • Einen Unterschied kann man fühlen. Durch die Verwendung spezieller Druckverfahren erhält der Geldschein auf der Vorderseite auf der großen 50 und an zwei Seitenrändern eine raue Oberfläche, die Kopieren erschweren soll.
  • Porträt-Fenster und -Wasserzeichen sowie der Sicherheitsfaden werden sichtbar, wenn man die Banknote gegen das Licht hält.
  • Durch Kippen der neuen Banknote zeigt sich das dritte Sicherheitsmerkmal: Im silbernen Streifen erscheint die mythologische Gestalt Europa in einem durchsichtigen Fenster und auf der smaragdfarbenen Zahl „50“ wandert ein Lichtbalken auf und ab.

Der 50-Euro-Schein ist die meist gefälschte “Blüte”

Einer der Hintergründe für die Einführung des neuen Designs ist die hohe Fälschungsrate. Allein im Jahr 2016 hat die Deutsche Bundesbank rund 82.150 Euro-Blüten im Nennwert von 4,2 Millionen Euro aus dem Verkehr gezogen, 61 Prozent davon waren 50-Euro-Scheine.

Das soll sich nun ändern: „Die Einführung der Europa-Banknotenserie hat zu einem merklichen Rückgang der Fälschungen geführt“, sagt Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele. Bis Ende 2018 plant die Bundesbank auch neue 100- und 200-Euro-Banknoten in Umlauf zu bringen. Damit wäre der Austausch der 2002 als neues EU-Zahlungsmittel eingeführten Geldscheine fast abgeschlossen – mit Ausnahme der 500-Euro-Note.

Christoph Petersen, Jahrgang 1989, liebt Bahnfahren und zahlt gerne seinen Rundfunkbeitrag. Spießig? Von wegen: Der Wiesbadener war sogar schon mal in der „Neon" als Single bei den „Ehrlichen Kontaktanzeigen“. Nach seinem Politik- und Soziologie-Studium in Mainz arbeitete Christoph als Hörfunkredakteur und -Moderator für hr1, bevor er sein Volontariat bei einer Produktionsfirma für Dokumentarfilme abschloss. Jetzt lebt er in der „Barmbronx" im Osten Hamburgs und bummelt lieber über den Flohmarkt beim Museum der Arbeit als über den in der Schanze. Dort sucht er vor allem nach alten Schallplatten, die Kindheitserinnerungen wecken.