ApoRed
ApoRed in einem seiner YouTube-Videos. Screenshot: YouTube/ApoRed

Der Hamburger YouTuber ApoRed wurde zu einer Bewährungsstrafe und zu Sozialstunden verurteilt. Grund ist ein geschmackloses Prank-Video, das im Juni 2016 entstanden ist.

Das Landgericht Hamburg hat am Mittwoch den aus Hamburg stammenden YouTuber Ahmad Ahadi, besser bekannt als ApoRed, zu sieben Monaten auf Bewährung und 200 Sozialstunden verurteilt. Hintergrund der Entscheidung ist ein Video, das der Internetstar auf seinem Kanal veröffentlichte.

Darin war zu sehen, wie ApoRed am Abend des 28. Juni 2016 in St. Georg zwei Frauen und einem Mann, die an einem Geldautomaten warteten, eine schwarze Tasche vor die Füße wirft und dies mit den Worten „30 Sekunden habt ihr alle Zeit. Rennt lieber, wenn euer Leben was Wert ist.“ kommentiert. Ein Freund filmte das Geschehen. Die Passanten gerieten daraufhin in Panik und liefen weg. Bei dem Video handelt es sich um einen sogenannten Prank: ein Scherzvideo.

Eines der Opfer gab vor Gericht an, erst nach längerer Zeit davon erfahren zu haben, dass es sich um einen Streich handelte. Zuhause sei die Frau zusammengebrochen. „Ich hatte vor zehn Tagen meine letzte Panikattacke“, gab ein anderer Zeuge an. Dem YouTuber wird daher nicht nur auf Nötigung und Störung des öffentlichen Friedens vorgeworfen sondern auch vorsätzliche Körperverletzung. Sein Helfer Jan H. wurde zu einer Geldstrafe von 1200 Euro verurteilt.

Obwohl ApoRed vor Gericht Reue zeigte, konnte er sich beim Abspielen des Videos vor Gericht das Lachen nicht verkneifen. Mit seinen Lifestyle-, Prank-, Rap- und Let’s-Play-Videos hat sich der Hamburger eine Fangemeinde von mehr als zwei Millionen YouTube-Abonnenten aufgebaut.