Prototypenparty
Auf der Prototypenparty in Hamburg wurden innovative Produktideen vorgestellt. Foto: Sarah Kneipp

Am Donnerstag wurden auf einer Prototypenparty an der HAW brandneue Produktinnovationen vorgestellt und von kreativen Köpfen aus der Szene beurteilt. FINK.HAMBURG hat sich umgeschaut und zeigt die besten Prototypen.


Balloop — der leuchtende Luftballon

Was auf den ersten Blick wie ein normaler Luftballon aussieht, entpuppt sich nach genauerem Hinschauen als vermutlich zukünftiger Party-Hit — denn er kann leuchten. „Das gibt’s noch fast gar nicht auf der Welt“, sagt Erfinder Tom. Die Ballons sind wasserdicht und sollen in 16 verschiedenen Farben produziert werden — auf jeden Fall ein echter Hingucker.

Balloop
Leuchtender Luftballon: Balloop. Foto: Sarah Kneipp

Bluebird Mountain — die Lawinendrohne

Allein in Österreich starben im vergangenen Jahr 267 Menschen durch eine Lawine. Das liegt unter anderem daran, dass verschüttete Skifahrer nicht rechtzeitig gefunden werden. Mit der Lawinendrohne von „Bluebird Mountain“ soll das verhindert werden. Die faltbare Drohne soll, ähnlich wie ein Fallschirm, im Falle einer nahenden Lawine per Knopfdruck aus dem Rucksack abgeschossen werden können und dem Lawinenopfer per GPS folgen. Anhand der über dem Unfallort schwebenden Drohne können Helfer dann die Position Verschütteter deutlich besser bestimmen. „Wir sind selbst gerne abseits der Piste unterwegs im Skigebiet und haben festgestellt, dass wir ungern in einer Lawine sterben würden“, so die Erfinder scherzhaft über die Ideenfindung. „Die Technik, die es heute dafür gibt, sorgt nicht ausreichend für Sicherheit“.

Bluebird Mountain
Diese Drohne soll Leben retten. Foto: Sarah Kneipp

Fadenfeld — Kunst aus Nägeln und Fäden

„Wir bauen individualisierte String-Art-Kunstwerke“, erklärt Start-Up-Gründer Justus. Was das heißt? Bei den Produkten von „Fadenfeld“ handelt es sich um Bilder, die aus mehreren tausend Nägeln bestehen, über die mehrere hundert Meter Faden gespannt werden. „Durch unseren selbstentwickelten Algorithmus schaffen wir es, auf diese Weise hochdetaillierte Bilder darzustellen“, so Prototyper Justus. Kostenpunkt für ein Bild: knapp 1500 Euro.

Fadenfeld
Kunst aus Nägeln und Fäden. Foto: Sarah Kneipp

AlulA Heart — die etwas andere Blackbox

Immer wieder gibt es dasselbe Problem, wenn es zu Flugzeugunglücken kommt: Die Suche nach der Blackbox gestaltet sich extrem aufwändig und langwierig. In manchen Fällen werden sie sogar nie gefunden. Das soll sich mit der Blackbox „AlulA Heart“ ändern. Die einfachste Lösung des Problem wäre es, die Flugdaten einfach über Satelliten zu übertragen, anstatt sie auf einer Box zu speichern. „Doch das ist viel zu teuer“, so „AlulA Heart“-Erfinder Thomas. „Also dachten wir uns: Was wäre, wenn wir einfach eine neue Technologie nutzen würden? Anstatt mit riesigen Funkmasten oder Satelliten, arbeiten wir nur mit einer kleinen Antenne“. Die Blackboxen sollen dann mit einem weltweit wachsendem Netzwerk dieser Antennen kommunizieren. Personen, die sich eine solche Antenne in ihre Wohnung stellen, sollen dafür zehn bis 15 Euro monatlich erhalten.

AlulA Heart
Eine neuartige Blackbox für Flugzeuge. Foto: Sarah Kneipp

CiDO — endlich keine Lieferung mehr verpassen

Paketdienste kommen immer dann, wenn niemand zuhause ist. „Jeder kennt das“, sagt Prototyper Julian. Mit „Come in and Drop Off“ (CiDO) soll das künftig aber kein Problem mehr sein. Dafür wird ein mit einem Scanner ausgestattetes Gerät an den Eingängen von Mehrfamilienhäusern angebracht. Der Lieferant muss dann lediglich den Barcode des Pakets einscannen und wird in das Treppenhaus gelassen, um das Paket dort auf der Fußmatte oder in einem Paketdepot abzulegen. Diese innovative Lösung wurde auf der Party sogar mit dem Prototypen-Award ausgezeichnet.

CiDO
In Zukunft sollen Postboten mit diesem Gerät Eingangstüren öffnen können. Foto: Sarah Kneipp