HafenCity Universität
HafenCity Universität, Foto: NordNordWest (CC BY-SA 3.0)

Am Mittwoch forderten Studierende und Lehrende den Rücktritt der Kanzlerin der HafenCity Universität. Das Verhältnis zwischen Präsidium und Hochschule sei zerrüttet.

450 Studierende und Lehrende der HafenCity Universität (HCU) haben am Mittwoch laut „Hamburger Abendblatt“ auf einer Kundgebung gegen ihre Kanzlerin Stephanie Egerland protestiert. Sie kritisierten die Wiederwahl der Kanzlerin durch den Hochschulrat gegen die Interessen der Hochschulmitglieder. Der Hochschulrat der HCU ist mehrheitlich aus hochschulexternen Mitgliedern zusammengesetzt. Egerland solle „sofort ihr Amt niederlegen“, forderte Björge Köhler, studentischer Vertreter im Hochschulsenat, laut Abendblatt auf der Kundgebung.

Schlechte Arbeitsbedingungen und mangelnde Transparenz

Die Studierenden führen für ihren Protest schlechte Arbeitsbedingungen an der Hochschule sowie mangelnde Transparenz und Kooperationsbereitschaft des Hochschulpräsidiums an. So klagten sie über fehlendes Personal und nicht benutzbare Werkstätten. In Flugblättern wendeten sie sich gegen den Wegfall von Exkursionen durch die „Sparpolitik“ sowie die alleinige Entscheidungsgewalt der Kanzlerin in Finanzfragen. Das Verhältnis zwischen Hochschule und Präsidium sei nachhaltig gestört: Im Jahr 2017 hätten 29 von 32 Professoren auf einer Vollversammlung gegen die Verlängerung von Egerlands Vertrag gestimmt. Professor Wolfgang Dickhaut, Teilnehmer der Kundgebung, beklagt: „Es wird geredet, aber nicht zugehört.“ Der Präsident der HCU, Walter Pelka, sagte dem „Hamburger Abendblatt“ hingegen, dass er „jederzeit ein offenes Ohr für alle“ habe.

Inzwischen ist der Streit soweit eskaliert, dass drei Professoren im Hochschulsenat die Abwahl Pelkas beantragt haben. Die Behörde für Wissenschaft und Forschung muss die Wahl Stephanie Egerlands noch bestätigen. Die Protestierenden haben am 30. April einen Termin mit Vertretern der Behörde.

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Eric Recke, Jahrgang 1987, nimmt jeden Morgen drei Gramm Vitamin C und ist überzeugt, dass er deshalb 120 Jahre alt werden wird. Als Sohn zweier DDR-Schwimmstars sah es zunächst so aus, als stehe auch ihm eine Karriere als Leistungssportler bevor, später wollte er sogar einmal Polizist werden. Am Ende studierte Eric dann aber Sozialpädagogik, bis heute schiebt er Schichtdienste in einer Betreuungseinrichtung für Jugendliche. Es gibt an der HAW Hamburg kaum ein studentisches Gremium, dem er noch nicht angehört hat. Die Studierendenzeitung „IMPULS“ hat er mitgegründet und ein Buch über die Geschichte der Olympischen Spiele geschrieben. Trotz seines anstrengenden Lebenswandels verzichtet Eric morgens auf Kaffee: das dauert ihm einfach zu lange. Kürzel: er