SPD-Lokalpolitiker Olcay Aydik hat sich am vergangenen Sonntag beim Aufstellen eines Wahlplakats in Hamburg-Hamm an einer Rasierklinge verletzt. Die Klinge war auf der Rückseite des Plakats mit Klebeband befestigt worden. 

Der Hamburger SPD-Politiker Olcay Aydik ist Opfer eines mutmaßlichen Anschlags mit einer Rasierklinge in einem Wahlplakat geworden. Unbekannte hatten die Klinge mit Klebeband auf der Rückseite eines Plakats befestigt. Bei dem Versuch, das umgestürzte Plakat wieder aufzustellen, schnitt sich der Lokalpolitiker am Handrücken sowie am Mittelfinger.

Staatsschutz nimmt Ermittlungen auf

Die Tat ereignete sich vergangenen Sonntagmorgen im Hamburger Stadtteil Hamm, so ein Polizeisprecher. Der Staatsschutz hat den Fall übernommen und ermittle wegen gefährlicher Körperverletzung.

Olcay Aydik ist Spitzenkandidat der Sozialdemokraten für die Bezirkswahl Hamburg-Hamm. Bei dem Vorfall scheint der Jurist noch vergleichsweise glimpflich davon gekommen zu sein. Gegenüber dem Hamburger Abendblatt sagte er: „Als ich eines der Plakate angefasst habe, bin ich mit der Hand leicht an die Rückseite gekommen. Plötzlich spürte ich einen Schmerz, und es blutete heftig.” Die Rasierklinge habe der 26-Jährige kurz darauf entdeckt: „Es war purer Zufall, dass ich die Klinge nur leicht berührt und nicht voll hineingefasst habe.”

Vermehrt Übergriffe bei Wahlen

Zuletzt hatten bundesweite Übergriffe im Zusammenhang mit Wahlen für Aufsehen gesorgt. Zum Beispiel wurde Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) Opfer eines tätlichen Angriffs in Berlin. In Dresden wurde SPD-Politiker Matthias Ecke angegriffen und musste danach ins Krankenhaus eingeliefert werden. Auch Politiker*innen der AfD und der Grünen klagten in der Vergangenheit über Drohungen und Attacken. Ein Fall mit einer Rasierklinge in einem Wahlplakat ist bis dato noch nicht bekannt geworden.

sha/dpa

Als Kind träumte Luca Schafiyha, Jahrgang 1994, davon, Schriftsteller zu werden. Ein ganzer Roman war dem Rheinländer dann aber doch zu viel. Journalist lautete der neue Berufswunsch. Seitdem ist viel passiert: Neben seinem Germanistik- und Politikstudium in Düsseldorf veröffentlichte Luca regelmäßig eine Kolumne in der „Rheinischen Post“. Luca arbeitete beim WDR, für die Redaktionen des „Handelsblatt“, der „Wirtschaftswoche“, „ran.de“ sowie des „Rolling Stone“. Er selbst spielt gerne Bass-Gitarre. In Bologna absolvierte er ein Erasmus-Semester – den täglichen Aperitivo auf der Piazza Maggiore vermisst er bis heute. Kürzel: sha

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