Angeklagter „Reichsbürger“ sitzt im Hanseatischen Oberlandesgericht neben seiner Rechtsanwältin Ina Franck-Holst
Angeklagter sitzt im Hanseatischen Oberlandesgericht neben seiner Rechtsanwältin Ina Franck-Holst im Verhandlungssaal. Foto: Daniel Bockwoldt

Eine Gruppe sogenannter Reichsbürger soll einen Umsturz in Deutschland geplant haben. In Hamburg gestand ein Mann heute vor Gericht, dieser Gruppe geholfen zu haben – unter anderem mit Hilfe eines bizarren Plans.

Am Montagvormittag begann der Prozess gegen einen mutmaßlichen „Reichsbürger“. Dieser soll in einer Gruppe einen Umsturz in Deutschland geplant haben. Der 66-jährige Angeklagte legte ein weitgehendes Geständnis vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht ab. Die Vorwürfe in der Anklage seien zutreffend, hieß es in einer Erklärung, die seine Verteidigerin Ina Franck-Holst am Montag vor dem Staatsschutzsenat verlas. Jedoch distanzierte sich der Angeklagte von der Bewertung der Gruppe durch die Hamburger Generalstaatsanwaltschaft.

Dem 66-Jährigen wird vorgeworfen, die terroristische Vereinigung „Kaiserreichsgruppe“ unterstützt und einen hochverräterischen Akt vorbereitet zu haben. Das Ziel dieser Gruppierung sei es gewesen, in Deutschland ein autoritär geprägtes Regierungssystem nach dem Vorbild der Verfassung des Deutschen Reiches von 1871 zu errichten.

Der Angeklagte soll sich bereit erklärt haben, mit anderen per Schiff in russische Hoheitsgewässer bei Kaliningrad einzudringen. Nach Aufbringung ihres Schiffes durch die russische Marine hatten die Seefahrer Kontakt zum russischen Präsidenten Wladimir Putin aufnehmen wollen. Die Gruppe habe sich von Putin Unterstützung erhofft. Das Gericht hat 16 Verhandlungstermine bis zum 19. Juli angesetzt.

kat/dpa

Katja Niko, Jahrgang 2001, mag keinen Kaffee, ist aber trotzdem immer hellwach. Die passionierte Leichtathletin mit Spezialgebiet Sprint wird auf eine Profikarriere leider verzichten müssen: Schon zweimal hat sich ihre Kniescheibe aus ihrem eigentlichen Aufgabenbereich verabschiedet. Dafür wächst die Fan-Foto-Sammlung weiter – ganz oben auf der Liste: ein Selfie mit der schnellsten Frau Europas. Nach sieben Semestern Journalistik und diversen Medienpraktika hat Katja beschlossen, ihre Heimatstadt Stuttgart zu verlassen und in eine echte Medienstadt zu ziehen. Auf ein Bad in der Elbe verzichtet sie aber vorläufig – in Australien musste sie schon einmal von der Küstenwache aus dem Pazifik gerettet werden. Kürzel: kat

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