Tausende Menschen stehen bei einer Demo auf dem Jungfernstieg in Hamburg.
Zur Demo am Freitag werden kurz vor der Europawahl – wie Ende Januar – zehntausende Menschen erwartet. Foto: Lisa Scheide

Ein Bündnis aus verschiedenen Akteur*innen ruft am 07. Juni zur Großdemo gegen Rechts auf. Vor dem Hintergrund der anstehenden Europawahl erwarten die Veranstalter*innen Zehntausende Menschen.

Zwei Tage vor den Europawahlen in Deutschland ruft das selbsternannte “Bündnis der Bündnisse” am Freitag zu einer Großdemo auf. Das Bündnis besteht aus Gewerkschaften, sozialen Bewegungen, Wirtschaftsakteuren und Klimaorganisationen. Mit der Aktion wollen sie „ein starkes Zeichen gegen Rassismus und rechtsextreme Hetze“ setzen und Menschen zum Wählen motivieren. Mitorganisatoren sind unter anderem Fridays for Future, der Deutsche Gewerkschaftsbund Hamburg und die Initiative Klare Kante gegen Rechts.

Die Veranstaltungen soll am kommenden Freitag um 16 Uhr auf der Ludwig-Erhardt-Straße mit einer Kundgebung starten. Um 17.15 Uhr startet die Demonstration. Die Route führt unter anderem über die Mönkebergstraße und den Stephansplatz und endet um 18.30 Uhr wieder in der Ludwig-Erhardt-Straße.

Geplant ist neben Reden verschiedener Akteur*innen auch ein Kulturprogramm. Unter anderem wird die Band Provinz auftreten. Zur Anreise empfehlen die Organisator*innen die Bahnhöfe St. Pauli, Gänsemarkt oder Landungsbrücken. Ein barrierefreier Bereich ist eingerichtet.

Die zuletzt aufgekommene Protestwelle gegen den Rechtsextremismus sei ermutigend, heißt es in der Pressemitteilung des “Bündnis der Bündnisse”. „Jede Stimme für eine demokratische Partei ist ein Signal gegen Rechtsextremismus und Spaltung. Lasst uns gemeinsam ein starkes Zeichen setzen, indem wir zur Wahl gehen. Unsere Stimmen können den Unterschied machen. Darum: Geht auf die Straße! Geht wählen! Go Vote!“

sil

Simon Laumayer, Jahrgang 1992, ist mit 16 Jahren schon Schulmeister im Bouldern geworden. Seit seinem Bachelorstudium Kulturwissenschaften in Lüneburg verdient er sogar Geld damit - als Routenbauer in der Boulderhalle. Auch im Urlaub klettert der gebürtige Hamburger. In einem selbst ausgebauten Van, einem Gärtnermobil, geht es zu Felsformationen, am liebsten in die Schweiz. Als Pressesprecher hat Simon mehrere Jahre fürs Lüneburger Musik- und Kulturfestival “Lunatic” gearbeitet und für den “Rolling Stone” schon den Indie-Künstler Sam Fender interviewt. Privat dröhnt allerdings Hiphop aus den Boxen seines Vans.
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