In Hamburg sind jährlich Schädlingsbekämpfer*innen gegen Ratten im Einsatz. Im Jahr 2025 rückten sie am häufigsten in Eimsbüttel aus. Insgesamt gab es bis Dezember weniger Einsätze als im Vorjahr.
In Hamburg rücken Schädlingsbekämpfer*innen immer wieder aus, um gegen Ratten an öffentlichen Plätzen vorzugehen. Bis Anfang Dezember gab es in der ganzen Stadt in diesem Jahr 1664 Expert*innen-Einsätze gegen die Nagetiere, wie das zuständige Institut für Hygiene und Umwelt in Hamburg mitteilte. Zuvor hatte das „Hamburger Abendblatt” berichtet. Im Gesamtjahr 2024 waren es 1948 Einsätze.
Meiste Einsätze gegen Ratten in Eimsbüttel
Laut dem Institut, das zur Hamburger Umweltbehörde gehört, hat es in Eimsbüttel bis Dezember 2025 mit 348 Einsätzen gegen Ratten die meisten Einsätze gegeben. Darauf folgt Wandsbek mit 322 Einsätzen. Bis zum 31. Dezember kann die Zahl der Einsätze noch ansteigen.
Dem Institut zufolge sagen die Zahlen nicht aus, wie oft Ratten gesichtet wurden, sondern wie viele Einsätze der städtischen Schädlingsbekämpfung es auf öffentlichem Grund gab. „Von den gemeldeten Sichtungen und Einsätzen kann nicht auf die Gesamtanzahl der Ratten in Hamburg geschlossen werden,” teilte eine Sprecherin des Instituts mit. Eine höhere Zahl an Einsätzen bedeute nicht unbedingt, dass in diesen Stadtteilen mehr Ratten leben: „Es kann auch einfach sein, dass die Ratten dort besser sichtbar sind, weil sie weitere Wege zu Futterstellen oder Gewässern zurücklegen müssen.” Auch könnten Bewohner*innen mancher Stadtteile Rattensichtungen öfter melden als in anderen Teilen Hamburgs.
Zahl der jährlichen Einsätze schwankt
Die Zahl der jährlichen Rattenmeldungen und der Einsätze vor Ort schwankt, so das Institut. In ganz Hamburg hatte es 2020 noch 1917 Einsätze gegeben. Anschließend war die Zahl gesunken und dann langsam wieder angestiegen – auf 1948 Einsätze im vergangenen Jahr.
Einfluss darauf und auf die Rattenpopulation nehmen unterschiedlich warme Winter, das vorhandene Nahrungs- und Wasserangebot sowie das unterschiedliche Meldeverhalten der Bevölkerung.
Ursachen für Hamburger Rattenbefall
Rattenbefall wird laut dem Institut für Hygiene und Umwelt unter anderem durch ein gutes Nahrungsangebot für die Tiere verursacht – zum Beispiel durch die Fütterung von Wildtieren und Vögeln oder leicht zugänglichem Müll.
Im öffentlichen Raum haben Wildtierfütterungen insgesamt zugenommen. Dazu kommt, dass auf Privatgrundstücken mehr Vögel gefüttert und Hühner gehalten werden. Diese Faktoren würden eine Zunahme an Ratten begünstigen.
Tipps gegen Ratten
Um Rattenbefall vorzubeugen, raten die Experten unter anderem dazu, den Tieren keinen Unterschlupf und keine Nahrungsquellen zu schaffen.
In einem Flyer des Instituts heißt es, Schäden an Regenfallrohren, Bodenabläufen oder dem Hausanschluss sollten behoben werden. Außerdem sollten Kellerfenster mit engmaschigem Stahlgitter versehen werden. Abfälle sollten geschlossen gelagert und Lebensmittelreste nicht auf dem Kompost oder in der Toilette entsorgt werden. Auch sollten Futternäpfe für Haustiere nicht draußen stehen gelassen werden.
Rattenbefall in Hamburg unterliegt zur besseren Koordination der Bekämpfungsmaßnahmen einer Meldepflicht und der Hamburger Verordnung über Rattenbekämpfung von 1963. Wer auf öffentlichen Plätzen eine Ratte sichtet, sollte das Institut für Hygiene und Umwelt telefonisch oder per E-Mail kontaktieren.
emy/dpa
Eine Fußballerin mit Diplom als Käsekennerin und Weinsommelière? Das ist Emily Rotthaler. Seit ihrer Kindheit spielt die 2000 geborene Tirolerin Fußball. Nach der Matura an einer Tourismusschule, wo sie auch ihr Sommelière-Diplom erwarb, studierte sie Massenkommunikation in Iowa und arbeitete in Minnesota in einer Lokal-Redaktion. Ob Auswirkungen der Dürre auf die Landwirtschaft, High School-News oder Zugentgleisung – sie berichtete über alles. Emily liebt Crime-Serien und Alternative-Musik, vor allem die Band Bastille. Wo sie später leben wird? Noch offen – Hauptsache, es gibt Geschichten zu erzählen und einen Platz zum Kicken. Kürzel: emy








