Ratten haben es in Hamburg schwer. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa
Ratten haben es in Hamburg schwer. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

In Hamburg werden immer seltener Ratten gemeldet. Das geht aus einer Kleinen Anfrage des CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Jens Wolf hervor. Rattenbekämpfer rückten im laufenden Jahr nur etwa 1200 Mal aus. Dank gilt auch den Bürgern.

Es gibt sicherlich schönere Begegnungen als mit einer Ratte – diese sind in diesem Jahr aber deutlich seltener geworden. Bei dem Institut für Hygiene und Umwelt sind bis Anfang November 1350 Sichtungen von Ratten eingegangen – eine offizielle Zahl, die aus einer Senatsantwort auf eine Kleine Anfrage der CDU hervorgeht.

Die meisten Meldungen kommen aus dem Bezirk Wandsbek. Eine Sprecherin der Gesundsheitsbehörde vermutet als Ursache große Naturschutzgebiete in der Nähe und mehrere Kanäle in diesem Bezirk. In den Stadtteilen mit Hafenanlage – Harburg, Hamburg Mitte und Altona – gab es deutlich weniger Ratten.

Im vergangenen Jahr gingen 1600 Meldungen beim Institut für Hygiene und Umwelt ein. 2008 hatten Bürger fast 3000 Rattensichtungen gemeldet. Hamburger sind nach einer Rattenverordnung aus dem Jahr 1963 verpflichtet, einen Rattenbefall dem Institut zu melden. Sollte dieser Befall von einem Mitarbeiter bestätigt werden, folgt die Bekämpfung der Schädlinge mit Hilfe von Gift in Köderboxen oder im Innenbereich von Gebäuden mit mechanischen Fallen. Die Schädlingsbekämpfer rückten dieses Jahr bereits zu 1200 Einsätzen im gesamten Stadtgebiet aus.

Jens Wolf, Bürgerschaftsabgeordneter der CDU-Fraktion, ist diese Zahl immer noch zu hoch: „Es gilt nun, dieser Plage Herr zu werden!“ Bei dem Gedanken, Ratten im Haus zu haben, liefe den meisten Bürgern ein eiskalter Schauer über den Rücken.

Ratten gelten als Überträger von Krankheiten und sind daher gefährlich für den Menschen. Nach Angabe des Hygiene-Instituts können die Nagetiere inklusive Nachwuchs pro Jahr bis zu 600 Nachkommen haben.

cb/dpa