Erster Bürgermeister von Hamburg steht in einer Tür auf dem Spiegel im Rathaus. Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister von Hamburg, blickt optimistisch auf die Zukunft des Elbtower
Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister von Hamburg, blickt optimistisch auf die Zukunft des Elbtowers Foto: Marcus Brandt/dpa

Der Elbtower soll bis 2029 fertig werden. Auch das Naturkundemuseum soll bis dahin einziehen. Trotz verschiedener Schwierigkeiten zeigt sich Bürgermeister Peter Tschentscher optimistisch.

Der Bau des Elbtowers ist gezeichnet von langwierigen Verhandlungen und Finanzierungsproblemen. Nun verkündet Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister von Hamburg, hoffnungsvoll ein baldiges Ende und den Einzug des Naturkundemuseums. „Die Baugenehmigungen liegen ja im Prinzip schon vor“, sagte der SPD-Politiker. „Das heißt, es ist eine Frage von wenigen Jahren.“

Bauvorhaben verzögerte sich bisher immer wieder

Vor gut zwei Jahren waren am Elbtower die Bauarbeiten in rund 100 Metern Höhe eingestellt worden, weil die Signa-Gruppe des inzwischen verurteilten österreichischen Immobilieninvestors René Benko Rechnungen nicht bezahlt hatte. Bereits seit Dezember 2024 verhandelt ein Unternehmenszusammenschluss um den Hamburger Immobilienentwickler Dieter Becken mit dem Insolvenzverwalter Torsten Martini über den Kauf des halbfertigen Elbtowers.

Seit Oktober 2025 plant die Stadt, im Elbtower das Naturkundemuseum unterzubringen und dafür fast die Hälfte des Gebäudes zu einem Festpreis von 595 Millionen Euro zu übernehmen. Verlaufen die Gespräche erfolgreich, könnte der Elbtower weitergebaut werden – wobei er aber nicht mehr 245, sondern nur noch 199 Meter hoch werden soll.

Das Gebäude abzureißen und eine neue Planung zu beginnen, würde wesentlich länger dauern und sei nicht im Interesse der Stadt, so Tschentscher. Die Dauer der bisherigen Verhandlungen störe ihn nicht, schließlich müsse in viel Kleinarbeit ein Museum in dem Gebäude untergebracht werden. Am Ende scheiterten Dinge oft im Detail, sagte Tschentscher. „Wir wollen aber einen Vertrag, der am Ende auch so umgesetzt werden kann, wie er gedacht ist.“

Bauliche Entwicklungen in der HafenCity

„Wir haben die Elbphilharmonie auf der einen Seite und den Elbtower auf der anderen. Und in der Mitte vielleicht bald auch eine neue Oper.“ Bürgermeister Tschentscher hofft, dass in 20 oder 30 Jahren gesagt werde: „Das war ja richtig genial.“ Mit der neuen Oper meint Tschentscher das geplante Opernhaus in der HafenCity, welches von der Kühne-Stiftung, ehemals gegründet von den Eltern des Milliardärs Klaus-Michael Kühne, finanziert werden soll. Für die neue Oper hatte die Hamburgische Bürgerschaft Ende November 2025 den Weg geebnet.

Milliardär Kühne will ebenfalls in Elbtower investieren

Der Milliardär Klaus-Michael Kühne hatte angekündigt, für den Elbtower bis zu 340 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Die Stadt Hamburg beteiligt sich mit 147,5 Millionen Euro für standortspezifische Mehrkosten, zum Beispiel für Flutschutz. Alle weiteren Kosten und Risiken sowie rund 104 Millionen Euro für die Herrichtung des Grundstücks, die Promenade und die Ufereinfassung trägt nach Angaben der Stadt die Kühne-Stiftung.

mar/dpa

Marie Hamann, Jahrgang 2003, kennt den Beginn von Kafkas „Verwandlung“ auswendig – so tief fühlt sie sich mit dem Autor verbunden. Die gebürtige Hamburgerin versinkt gerne in Büchern und ist häufig in Theatern und Museen unterwegs. Ihr Praktikum im Bucerius Kunst Forum in der Kommunikationsabteilung bezeichnet sie als eine besonders schöne Erfahrung. Nach dem Bachelor in Kommunikationsdesign in Hamburg stand fest: Ihre Fähigkeiten in Kommunikation will sie vertiefen, später kann sie sich vorstellen, Öffentlichkeitsarbeit für Kultureinrichtungen zu machen. Mit ihrer Liebe zu Kunst und Sprache sieht Marie das Schöne im Leben – ganz im Sinne Franz Kafkas, der sagte: „Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.“
Kürzel: mar

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