Ein Mann hebt ein Fahrrad in einen Anhänger, um es zu entsorgen.
Die Stadtreinigung entsorgt Schrottfahrräder in Hamburg. Foto: Christian Charisius/dpa

Es gibt tausende Fahrräder in Hamburg. Viele von ihnen sind kaputt oder werden nicht mehr genutzt. Die Stadtreinigung muss diese Schrottfahrräder einsammeln. Im vergangenen Jahr hatte sie besonders viel zu tun. 

Fahrräder, die nicht mehr genutzt werden, blockieren Abstellplätze und behindern den Verkehr. Trotzdem lassen viele Hamburger*innen ihre kaputten oder alten Räder einfach stehen, ohne sich um eine richtige Entsorgung zu kümmern. Das muss dann die Stadtreinigung übernehmen. 2025 musste sie deutlich mehr Schrottfahräder entfernen als in den Jahren davor.

Deutlich mehr Schrottfahrräder in 2025

Bis Ende November 2025 entsorgten die Mitarbeiter*innen der Stadtreinigung 5597 Fahrräder. Das teilte der Senat auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion mit. Das sind deutlich mehr Räder als noch 2024. Damals sammelte das Entsorgungsunternehmen 4542 Schrottfahrräder ein.

Damit die Stadtreinigung keine Fahrräder entsorgt, die doch noch genutzt werden, markieren die Polizei oder die Mitarbeiter*innen der Bezirksämter Räder zunächst mit einem roten Aufkleber. Auf diesem steht eine Frist von mindestens 14 Tagen. Wenn die Besitzer*innen den Sticker in dieser Zeit nicht entfernen, darf die Stadtreinigung das Fahrrad mitnehmen. Eine Ausnahme wird nur gemacht, wenn das Rad eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung darstellt. Dann kann die Stadtreinigung es schon innerhalb von 24 Stunden abholen und verschrotten.

In diesem Bezirk stehen die meisten Schrotträder

Die meisten zurückgelassenen Fahrräder gibt es in Eimsbüttel. In den vergangenen Jahren machten die Fahrräder dort jeweils rund ein Drittel aller Fahrradleichen aus. Damit ist der eher bürgerliche und studentische Stadtteil Spitzenreiter der illegalen Fahrradfriedhöfe. Dagegen geht die Stadtreinigung unter dem Motto „Wir gehen den Leichen an die Speichen“ vor. „Schrottreife und offensichtlich aufgegebene Fahrräder machen einen ungepflegten Eindruck, blockieren knappe Abstellmöglichkeiten und beeinträchtigen die Verkehrssicherheit. Deshalb muss der Fahrradschrott weg“, schreibt das Entsorgungsunternehmen dazu auf seiner Website.

Wer ein altes Fahrrad entsorgen will, kann das kostenlos bei den Hamburger Recyclinghöfen tun. Räder, die noch repariert werden können, sollten bei gemeinnützigen Vereinen abgegeben werden. Das empfiehlt der Fahrradclub ADFC.

pau/dpa

Eine junge Frau mit dunklen Haaren und gestreiftem Tshirt

Pauline Böwing, Jahrgang 2003, lässt sich nicht von Telepromptern aus der Ruhe bringen und war sogar trotz Bombendrohung live auf Sendung beim Bayerischen Rundfunk. Die gebürtige Stuttgarterin hat schon in fünf Städten gewohnt, spricht vier Sprachen und war aus Versehen Komparsin bei “Willi wills wissen”. Sie studierte Kommunikationswissenschaft und im Nebenfach Jura in München, schrieb für die “Abendzeitung” und arbeitete beim ZDF. Ihr Auslandssemester hat sie in Leicester absolviert. Sport liebt sie, nur Fußball nicht. Trotzdem ist sie St. Pauli-Fan. Spitzname halt: Pauli. Kürzel: pau

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