Blick von der Plaza der Elbphilharmonie auf den Hamburger Hafen.
Für diesen Ausblick von der Elbphilharmonie-Plaza muss man vielleicht bald zahlen. Foto: Rabea Gruber/dpa

In den letzten Jahren gab es immer wieder Diskussionen über einen verpflichtenden Eintritt für die Plaza der Elbphilharmonie. Bislang konnten sich die Forderungen nicht durchsetzen. Ist es fast zehn Jahre nach der Eröffnung des Konzerthauses nun doch so weit?

Die Stadt Hamburg erwägt, in Zukunft Eintritt für die Plaza der Elbphilharmonie zu erheben. Für viele Besucher*innen ist die beliebte Aussichtsplattform ein Muss während ihres Hamburg-Aufenthalts. Bislang ist die Plaza seit der Eröffnung im November 2016 täglich von 10 bis 24 Uhr für alle frei zugänglich. Nur wer online explizit einen Besuch bucht, muss zwei Euro bezahlen. Kultursenator Carsten Brosda (SPD) nannte gegenüber NDR 90,3 nun den Kostendruck als Grund für die Einführung eines Eintrittspreises. Das Geschäftsmodell der Elbphilharmonie sei nicht darauf ausgerichtet gewesen, die Plaza kostenlos zu bewirtschaften. „Wir haben immer gesagt, dass die Plaza nur bis auf Weiteres eintrittsfrei bleibt“, sagte Brosda.

Die Stadt Hamburg müsse aktuell 3,6 Millionen Euro der Kultur- und Tourismustaxe aufwenden, um den kostenlosen Besuch der Plaza zu ermöglichen. Brosda wolle nicht bei Kunst und Kultur sparen müssen, nur um die Eintrittsfreiheit auf der Plaza gewährleisten zu können.

Debatte findet nicht zum ersten Mal statt

Seit Jahren kommt es immer wieder zu Diskussionen über einen möglichen Eintritt. Besonders die Linken hatten sich gegen den Eintritt ausgesprochen. Norbert Hackbusch, der bis 2025 kulturpolitischer Sprecher der Stadt Hamburg war, forderte, als die Diskussion 2022 hochkochte: „Der größte Balkon der Stadt wurde mit ganz viel öffentlichem Geld gebaut – der Zutritt muss daher dauerhaft frei bleiben!” Insgesamt hat der Bau des Konzerthauses ungefähr 800 Millionen Euro gekostet, deutlich mehr als die ursprünglich veranlagten 77 Millionen Euro.

Aufwertung der Plaza geplant

Kultursenator Brosda möchte die Plattform kulturell aufwerten, etwa durch eine Musik-Erlebniswelt, die in den Räumen des Restaurants entstehen soll. Genauere Pläne und Einzelheiten sind bislang aber noch nicht bekannt.

mai/dpa

Miriam Mair, Jahrgang 2001, reiste durch ganz Schweden, um das beste Zimtschneckenrezept des Landes zu finden. Dabei stolperte sie fast über einen Elch und ging freiwillig bei minus 20 Grad baden. In Passau studierte sie Journalistik und Strategische Kommunikation. Während eines Praktikums beim ZDF machte Miriam verschiedene Straßenumfragen. Auch PR reizte sie, bis sie eine Eiscreme vermarkten sollte, die sie nicht mochte. Da war klar: Sie wird Journalistin. Schon als Kind wollte sie werden wie Karla Kolumna, die rasende Reporterin. Das beste Zimtschneckenrezept kreierte Miriam übrigens schlicht selbst. Kürzel: mai

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