Blick von der Aussichtsplattform der Elbphilharmonie. Foto: Stine Schumacher
Blick von der Aussichtsplattform der Elbphilharmonie. Foto: Stine Schumacher

Der Besuch der Elbphilharmonie-Plaza bleibt kostenlos, kündigte Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD) am Dienstag an. Bloß für die Online-Buchung eines festen Besuchstermins werden weiterhin zwei Euro fällig.

Für viele Besucher*innen Hamburgs ist die Plaza der Elbphilharmonie ein beliebter Aussichtspunkt. Seit ihrer Eröffnung im November 2016 ist der Zutritt zur Aussichtsplattform kostenlos. Am Dienstag kündigte Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD) an, dass dies weiterhin so bleiben wird. „Das ist eine große Geste an alle Besucher“, so Brosda.

Dafür soll die Betriebsgesellschaft der Elbphilharmonie für die laufende Doppelhaushaltsperiode finanzielle Unterstützung für das Gebäudemanagement erhalten. „Außerdem sind wir in Gesprächen darüber, wie wir dauerhaft einen kostenfreien Zugang zur Plaza sicherstellen können“, sagte der Kultursenator.

Diskussion über Kostendeckung

Schon seit Monaten wurde über einen möglichen Eintrittspreis für die Plaza diskutiert, um einen kostendeckenden Betrieb sicherzustellen. Die Überlegung, nur Hamburger*innen einen kostenfreien Zugang zu gewähren, konnte Brosda zufolge aus rechtlichen Gründen nicht umgesetzt werden, da rund 80 Prozent der Plaza-Besucher*innen von außerhalb kommen.

Vor allem die Linken in der Hamburger Bürgerschaft hatten darauf bestanden, dass der Zugang zur Plaza kostenlos bleibt. „Für uns ist klar: Der größte Balkon der Stadt wurde mit ganz viel öffentlichem Geld gebaut – der Zutritt muss daher dauerhaft frei bleiben“, sagte der kulturpolitische Sprecher der Linken, Norbert Hackbusch.

Zwei Euro für die Elbphilharmonie

Allein für die Buchung eines Online-Tickets mit festem Besuchstermin, um den Eintritt beispielsweise zu Stoßzeiten im Sommer schnell zu gewährleisten, werden weiterhin zwei Euro erhoben. An den Schaltern vor Ort können Besucher*innen die Tickets immer noch kostenlos erhalten.

Und wer keine zwei Euro klein parat hat? Passend dazu startet Ende des Monats die Ausgabe von Zwei-Euro-Münzen mit Prägung der Elbphilharmonie. Sie soll die neue Zwei-Euro-Münzserie „Bundesländer II“ von 2023 bis 2038 einläuten und damit die erste „Bundesländer“-Reihe von 2006 bis 2022 ablösen.

Finanzsenator Andreas Dressel twitterte über die Elbphilharmonie-Prägung und gab vorab einen kleinen Einblick:

fra/dpa

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Francine Sucgang, Jahrgang 1992, hat in den USA schon einmal an einer Rollschuhdemo gegen Asian American Hate teilgenommen - mit dem Fahrrad. Heute ist sie gern selbst auf acht Rollen unterwegs. Ihr erstes Studium brach Francine ab, um auf den Philippinen nach dem Taifun Haiyan für fünf Monate Hilfe zu leisten. Unter anderem arbeitete sie mit Menschen mit Behinderung, dadurch kann sie zusätzlich zu sechs bis sieben anderen Sprachen auch ein wenig Gebärdensprache. In Augsburg studierte sie folgerichtig einen sprachwissenschaftlichen Studiengang. Dabei merkte sie, dass sie am liebsten als Journalistin arbeiten würde. Für das dortige Uniradio war sie sogar schon einmal live on air. Nach dem Bachelor zog sie aber zunächst für zwei Jahre nach Kalifornien, um Apples Siri Deutsch beizubringen. Kürzel: fra

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