Sondereinheit-Polizei-G20
Die Hamburger Polizei soll durch Spezialeinheiten aus dem Ausland unterstützt werden. Foto: Julian Kornacker

Die Hamburger Polizei erhält für die Einsätze rund um G20 Verstärkung aus dem Ausland. Unmittelbar vor dem Gipfel sollen europäische Sondereinheiten eintreffen.

Die Hamburger Sicherheitsbehörden haben für den G20-Gipfel Anfang Juli Spezialeinheiten aus dem Ausland angefordert. Neben zusätzlichen Kräften aus anderen Bundesländern und Beamten des Bundeskriminalamts werden laut Polizei auch Einheiten aus Österreich und den Niederlanden erwartet. Bei den Österreichern handelt es sich nach Informationen des Radiosenders „NDR 90,3“ um die Sondereinheit „Cobra“. Die Elitetruppe werde vor allem bei Geiselnahmen, terroristischen Bedrohungslagen und zum Schutz hochrangiger Politiker eingesetzt.

„Wir können beim Thema Terror immer nur sagen: Selbst wenn wir keine konkreten Hinweise haben, kann es trotzdem zu einem Anschlag durch Einzeltäter kommen“, sagte Polizeipräsident Ralf Martin Meyer im Interview mit dem Radiosender. Außerdem könne es auch kurzfristig Hinweise von den Geheimdiensten geben, die zu einer erneuten Anforderung von Einheiten führen.

Wie ein Polizeisprecher bestätigte, forderte die Polizei Unterstützung für die Verkehrskommandos, die die Staatschefs und ihre Delegationen während des Gipfels am 7. und 8. Juli durch die Stadt begleiten sollen. Die Einsatzkräfte aus den Niederlanden sollen aber auch auf dem Wasser eingesetzt werden, teilte der Sprecher mit. Derzeit rechnet die Polizei insgesamt mit mehr als 15.000 Einsatzkräften, die während des G20-Gipfels für Sicherheit sorgen.

fel/dpa