In dieser kleinen Kategorie werden regelmäßig meist unbekannte und zum Schmunzeln anregende deutsche Wörter erklärt. Kennt ihr einen Dünnbrettbohrer? Oder wisst ihr, woher das Wort Gardinenpredigt stammt?
Plietsch
Gerne wird das vorwiegend im norddeutschen Raum gebrauchte Adjektiv plietsch von Älteren für Jüngere verwendet. Und dies sogar im positiven Sinne. Laut Duden entstand es aus dem mittelniederdeutschen Wort polietsch, was mit politisch gleichzusetzen ist. In der übertragenen Bedeutung steht es für weltklug, pfiffig und gescheit. Ein bisschen Gewitztheit schwingt aber auch immer mit. Der Superlativ lautet übrigens: am plietschesten.
Auch der Nordeutsche Rundfunk bedient sich an dem Wort. So strahlt er eine Fernsehsendung namens “plietsch” aus. Ganz der Bedeutung des Wortes entsprechend handelt es sich dabei um ein Wissensmagazin. Ebenfalls gibt es in Ostfriesland einige Hotels, die sich mit dem Wort schmücken.
Jan Siemers, Jahrgang 1990, ist ostfriesisches Inselkind und bekennender Weißweinschorlentrinker. Er hat PR- und Kommunikationsmanagement in Hamburg studiert. Bei Gruner + Jahr beschäftigte er sich mit Anzeigenmarketing und brach danach zu neuen Abenteuern nach Thailand auf. Dort fütterte er Elefanten und tauchte bis zu zwölf Meter in die Tiefe. Die Reiselust und Faszination für andere Kulturen ist geblieben: Jan schätzt den herzlichen und offenen Umgang mit den Menschen aus aller Welt. Außerdem spielt er begeistert an PC und Konsole.