Explosion auf S-Bahnhof Veddel
Ein Entschärfer der Polizei untersucht den S-Bahnhof Veddel. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Keine 24 Stunden nach einer Detonation auf einem Hamburger S-Bahnhof Veddel hat die Polizei den mutmaßlichen Täter gestellt. Zur Festnahme mussten die Beamten nur wenige Schritte aus ihrem Kommissariat gehen.

Einen Tag nach der vermutlich von einem Polenböller verursachten Explosion auf dem Hamburger S-Bahnhof Veddel hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Es handele sich um einen 51 Jahre alten Deutschen, teilte ein Sprecher mit. Ein bürgernaher Beamter habe ihn anhand von Aufnahmen aus einer Überwachungskamera in der Nähe des Harburger Polizeikommissariats wiedererkannt. Weitere Angaben machte die Polizei zunächst nicht. Die Ermittlungen dauern an.

Am dritten Advent kam es gegen 17.30 Uhr abends zu einer Explosion auf dem Bahnsteig des S-Bahnhofs Veddel. Durch die Explosion ging die Glasscheibe eines Windfangs zu Bruch, Personen wurden nicht verletzt. Sprengstoffexperten der Polizei untersuchten den Bahnhof, dieser war für Stunden gesperrt.

Die Explosion ging wahrscheinlich von einem sogenannten Polenböller aus. Die „Bild“-Zeitung hatte berichtet, dass ein Mann unmittelbar vor der Explosion eine Plastiktüte auf dem Bahnsteig abgestellt hatte. Die Polizei bestätigte später den Fund einer Tüte mit Feuerwerkskörpern. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gebe es nicht.

mav/dpa