Nachhaltigkeitswoche an der HAW

HAW Goes Green

Nachhaltigkeitswoche an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, Campus Bergedorf. Foto: HAW Hamburg.

Die erste Nachhaltigkeitswoche der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) startet. Vom 3. bis 7. Dezember finden unter dem Titel „HAW Goes Green“ Vorträge und Workshops statt. Organisiert wird die Woche vom Bachelorstudiengang Ökotrophologie.

Wie schmecken Algen-Produkte? Was muss ich zu Rohstoffrecycling wissen? Und wie geht man am besten mit dem Plastikproblem um? Antworten auf diese Fragen gibt es diese Woche auf dem Campus Bergedorf. Eine Woche finden verschiedene Veranstaltungen zu Nachhaltigkeit statt.

Während auf der alljährlichen UN-Klimakonferenz in Kattowitz 200 Staaten über die internationale Klimapolitik beraten, ist Nachhaltigkeit diese Woche auch an der HAW Thema. Wie man gegen die Klimaveränderung vorgehen kann und die Umwelt, beispielsweise durch Müllvermeidung, schont, sind aktuelle Themen.

Eine Pyramide aus Pappbechern

Die Fakultät Life Sciences hat ein vielfältiges Programm zusammengestellt. In der Resteküche soll zum Freestyle-Kochen inspiriert werden, damit keine Lebensmittelreste im Müll landen. Man kann sortenreinen Apfelsaft und Algenprodukte probieren und es gibt einen Workshop „Ökoessen für unterwegs“. Außerdem kann man sich über Greenwashing, fairen Handel in Hamburg und Lösungen für das Verpackungsproblem informieren.

Organisiert wurde die Nachhaltigkeitswoche in Kooperation mit dem AStA vom Studiengang Ökotrophologie. „Die Besucher können sich auf eine Vielfalt an Informationen und Anregungen für ihren Alltag freuen“, sagt Prof. Dr. Birgit Käthe Peters, Professorin für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre am Department Ökotrophologie.

Auch die Mensa macht mit: Sie verzichtet für eine Woche auf To-Go-Becher. „Als symbolischen Akt bauen wir eine Pyramide aus Pappbechern, die normalerweise in einer Woche verbraucht werden“, sagt Peters.

Soziale Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist nicht nur ein Umweltthema, auch soziale Aspekte sind dabei zu berücksichtigen. Die HAW kooperiert mit der Stiftung „Kinderzukunft“ und ruft zu der Spendenaktion „Weihnachtspäckchen für Kinder in Not“ auf. Dabei werden gepackte Geschenkkartons gesammelt und in Rumänien, Bosnien und Herzegowina sowie in der Ukraine an Waisen- und Straßenkinder, kranke Kinder und Kinder armer Familien verteilt. Bis Mittwoch, den 05. Dezember, können Päckchen am Stand vor der Mensa in Bergedorf abgegeben werden.

Neue Forschungseinrichtung für Nachhaltigkeit

Doch Nachhaltigkeit ist nicht nur diese Woche Thema an der HAW. Die Vereinten Nationen haben weltweit Hochschulen dazu aufgerufen, die 17 Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals) umzusetzen. Dafür sollen Einrichtungen geschaffen werden, die integrativ zu diesem Thema forschen, also auch Klimaanpassung, Gesundheit, Gender und Chancengleichheit berücksichtigen.

Seit Oktober 2018 gibt es an der HAW die European School of Sustainability Sciences and Research, kurz ESSSR, die genau das macht. Dort soll an der Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele durch transdisziplinäre Forschungsprojekte, Graduiertenausbildung sowie Fort- und Weiterbildungs­maßnahmen gearbeitet werden. „Gerade die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Hochschulen mit Unternehmen, Verbänden und Organisationen ist dabei einzigartig und von großem Vorteil, um Ideen direkt praktisch umzusetzen“, sagte Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, zur Eröffnung im Oktober.

ps

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Pia Siber, Jahrgang 1992, hat schon einmal einem Huhn das Radfahren beigebracht. Geboren ist sie in Bremen, aufgewachsen aber auf dem Dorf. Ihre Schule ging pleite, aufs Abitur hat sie sich deshalb zu Hause vorbereitet. In Bremen hat sie Politikwissenschaft studiert, machte währenddessen PR für ein Wissenschaftskolleg und arbeitete für die „taz“, Radio Bremen und „Bento“. Ihr größtes Opfer: Nachdem sie einen Bulli ein halbes Jahr lang zum mobilen Heim ausgebaut hatte, entließ sie ihre Hündin Nala damit hinaus in die Welt – in menschlicher Begleitung. Jetzt wohnt sie in einer WG in Hamburgs Dorf: Altona. Vielleicht findet Pia hier endlich Zeit zum Akkordeonspielen oder zum Boxen. Priorität hat aber erstmal die Suche nach den besten Pommes der Stadt. Kürzel: ps

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