
Härtere Sicherheitsmaßnahmen, Einlasskontrollen vor dem Hörsaal: AfD-Mitbegründer Bernd Lucke hielt am heutigen Mittwoch seine nächste Vorlesung an der Universität Hamburg – und beendete sie wieder vorzeitig.
Nachdem AfD-Mitbegründer Bernd Lucke seine erste Vorlesung an der Universität Hamburg nach Protesten abbrechen musste, startete er am heutigen Mittwoch seine zweite Veranstaltung für dieses Semester. Die Hochschule hat dafür die Sicherheitsmaßnahmen eng mit der Polizei abgestimmt und ausgeweitet. Diesmal fanden vor dem Hörsaal Einlasskontrollen statt, damit nur angemeldete Studierende Zutritt erhielten.
Um 12 Uhr begann Luckes Vorlesung über Makroökonomik. Im Gegensatz zur vergangenen Woche blieb es zunächst ruhig, nur hinter dem Gebäude hatten mehrere Dutzend Studierende friedlich demonstriert. Nach Berichten eines Augenzeugen drangen später etwa zehn bis fünfzehn Demonstrant*innen in den Saal ein und riefen Parolen wie “Kein Recht auf Nazipropaganda”. Lucke beendete die Vorlesung, verließ den Saal und fuhr mit einem Wagen davon.
Asta distanziert sich von Protesten im Hörsaal
Während letzte Woche vor dem Hauptgebäude der Universität eine Kundgebung des Allgemeinen Studierendenausschusses (Asta) stattfand, kam es im Hörsaal zu Protesten. Lucke wurde als “Nazi-Schwein” beschimpft, körperlich bedrängt und am Reden gehindert. Er musste die Universität unter Polizeischutz verlassen, nachdem hunderte Protestierende den Hörsaal stürmten.
Der Asta distanzierte sich danach von den Störungen, zu denen er nicht aufgerufen hatten. Bei der Kundgebung wäre es vor allem darum gegangen, darüber zu diskutieren, “wer sich hier nach einer gescheiterten Politkarriere in den Universitätsbetrieb zurückzieht”, so die Studierendenvertretung. Zu keiner Zeit hätten sie ein Berufsverbot für Lucke gefordert.
Zur aktuellen Stunde sind die Proteste auch Thema in der Hamburger Bürgerschaft. Die AfD-Fraktion stellte einen Antrag, um über die “unwürdigen Tumulte” zu debattieren.
lis/dpa
Lisa Sophie Kropp, Jahrgang 1994, braucht zum Feierabend kein Bier, sondern ein Stück Käse. Für ihren Bachelor in Inklusiver Pädagogik pendelte sie drei Jahre lang von Hamburg nach Bremen und kann seitdem in jeder Bahn schlafen. Nach dem Studium lernte sie in Australien Wein herzustellen, schlürfte Pho in Vietnam und ergriff auch in Thailand Pad Thai für gutes Essen. Zurück in Hamburg stieg sie konsequenterweise als freie Mitarbeiterin des Magazins „Food and Travel“ ins Berufsleben ein. Für das „Hamburger Abendblatt“ schrieb sie über die besten Grillplätze und das Kulturprogramm Harburgs. Neben den Deichtorhallen und dem Deutschen Schauspielhaus findet man Lisa häufig im Abaton. Sie liebt deutsche Filme – aber nicht Matthias Schweighöfer. Der ist ihr zu cheesy. Kürzel: lis