Das Sankt Pauli Museum soll von einer Stiftung gerettet werden. Foto: Bernd Sterzl / pixelio
Die Totenkopfflagge sieht man oft auf St. Pauli. Foto: Bernd Sterzl / pixelio

Gute Nachrichten für das Sankt Pauli Museum: Im Oktober meldete der betreibende Museumsverein die Insolvenz an. Jetzt hat Gründer Günter Zint offenbar eine Möglichkeit gefunden, das Museum zu retten. 

Mit einer Stiftung möchte Günter Zint das von ihm gegründete Sankt Pauli Museum retten. Der Kiez-Fotograf gab am Sonntagnachmittag in einer Pressemitteilung auf seiner Facebook-Seite an, dass die „Günter-Zint-Stiftung“ aktuell gegründet werde und Verhandlungen über potenzielle Geldgeber laufen. „Wir hatten schon Gespräche mit der Kulturbehörde und mehrere Zusagen“, sagte der 79-Jährige.

Ende Oktober musste das Museum nach der Insolvenz des Betreibervereins schließen. Laut Zint sind 50.000 Euro nötig, um das Museum zu retten. Er habe aber schon Zusagen über mehr Geld erhalten. Im Idealfall soll die Stiftung bereits im Februar 2021 mit ihrer Arbeit beginnen. Im Vorstand und im Beirat der Stiftung sollen auch zwei Kinder von Zint sitzen.

Museum bleibt vorerst geschlossen

Erst im Juni zog das Museum wegen einer Mieterhöhung von der Davidstraße zum Nobistor. Aktuell verzichtet der Vermieter auf die Miete, durch den Lockdown bleibt das Museum mindestens bis zum 10. Januar geschlossen. Der ehrenamtliche Vorstand musste den Verein St. Pauli Museum e.V. vor einigen Wochen auflösen und Insolvenz anmelden. Aufgrund der Corona-Pandemie kamen nur wenige Besucher, das stellte den Museumsverein vor große Herausforderungen. Im über 30 Jahre alten Museum sind Exponate und Bilder zu sehen, die die Entwicklung des Hamburger Stadtteils St. Pauli illustrieren.

pan/dpa

Titelbild: Bernd Sterzl / pixelio