Corona-Regeln in Hamburg: Eine Hinweisschild einer Aktion zur Abschaffung der coronabedingten Sperrstunde ist am Eingang zu einem Imbiss auf der Reeperbahn zu lesen.
Ein Hinweisschild einer Aktion zur Abschaffung der coronabedingten Sperrstunde. Bereits am Samstag soll die Sperrstunde ab 23 Uhr für die Gastronomie in Hamburg fallen. Foto: Christian Charisius/dpa

Die Corona-Regeln in Hamburg sollen schon zu Samstag gelockert werden. In mehreren Schritten soll dann der Großteil der Beschränkungen fallen.

Die Corona-Regeln in Hamburg sollen in mehreren Schritten aufgehoben werden. So plant der rot-grüne Senat, die coronabedingte Sperrstunde in der Gastronomie schon zu Samstag aufzuheben. Der Wechsel von 2G zur FFP2-Maskenpflicht im Einzelhandel ist bereits umgesetzt.

Die Sperrstunde hatte die Stadt Hamburg an Weihnachten erlassen. Grund dafür war die sich schnell ausbreitende Omikron-Variante. Sämtliche entsprechende Einrichtungen müssen seitdem um 23 Uhr schließen. „Darüber hinaus sollen im nächsten Schritt die Kontaktbeschränkungen im privaten Bereich gelockert werden“, sagte Senatssprecher Marcel Schweitzer am Dienstag.

Ungeimpfte können schon seit dem vergangenen Wochenende wieder ohne Test oder Genesenenstatus im Einzelhandel shoppen gehen. Für sie endete damit eine rund zweieinhalbmonatige Sperre.

Corona-Regeln in Hamburg: Mehr Lockerungen im März

Senatssprecher Schweitzer hält es zudem für wahrscheinlich, dass zum 20. März alle Regeln außer der Maskenpflicht fallen könnten. So könne es auch in Deutschland einen sogenannten Freedom Day geben.

Die epidemische Notlage, die Hamburg im Dezember ausgerufen hatte, endet bereits am 15. März. Ob für die fünf Tage bis zum 20. März neue Regeln ausgerufen werden, steht noch nicht fest.

Die Corona-Infektionen in Hamburg sinken inzwischen deutlich. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl der gemeldeten Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche mit 1396,9 an. Allerdings könne laut der Behörde davon ausgegangen werden, dass die tatsächliche Inzidenz höher liege. Aufgrund der hohen Fallzahlen komme es zu Meldeverzögerungen.

In Hamburg haben sich seit Februar 2020 mindestens 320.354 Menschen infiziert. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts gelten davon etwa 192.800 als genesen. Die Zahl der seit Beginn der Pandemie an oder im Zusammenhang mit Corona gestorbenen Menschen liegt bei 2209.

meh/dpa