Mann sitzt mit Laptop und Kopfhörer im Sessel
Bildungsurlaub – der vergessene Zusatzurlaub Foto: Pexels/ SHVETS production

In Hamburg haben Arbeitnehmende einen Anspruch auf zehn Tage Bildungsurlaub. Sie können ihn auch zur persönlichen Weiterbildung nutzen. Hier gibt es alle notwendigen Fakten und eins vorweg: Ja, für einige Weiterbildungsangebote kann man auch verreisen!

Du wolltest schon immer deine Spanischkenntnisse erweitern, eine Schulung zur/zum Sanitäter:in machen, oder endlich ehrenamtlich tätig werden, aber dir fehlte es dafür immer an Zeit? Bildungsurlaub lautet das Stichwort! Diesen zusätzlichen Urlaub vergessen Festangestellte oftmals, obwohl er in Hamburg schon seit 1974 gesetzlich festgeschrieben ist.

Bildungsurlaub – wer darf ihn nutzen?

Die Voraussetzungen für den Zusatzurlaub variieren je nach Bundesland. In Hamburg haben Arbeitnehmende, deren Arbeitsschwerpunkt in Hamburg liegt, Anspruch darauf. Alle Beschäftigten dürfen ab einem halben Jahr Anstellung Bildungsurlaub nehmen. Im Verhältnis zu ihrem Beschäftigungsumfang können auch Personen in Teilzeit den Extraurlaub nutzen.

Bildungsurlaub ist Extraurlaub für Wissensdurstige

In Hamburg hat jede/jeder Arbeitnehmer:in in Vollzeit innerhalb von zwei aufeinanderfolgenden Kalenderjahren das Recht auf zehn Tage Bildungsurlaub. Wer regelmäßig mehr als fünf Tage die Woche arbeitet, bei der/dem erhöht sich der Anspruch auf zwölf Tage. Aber aufgepasst! Wenn der Extraurlaub nicht genutzt wird, verfällt er.

Das Beste am Bildungsurlaub: Er darf nicht auf den vertraglich festgelegten Erholungsurlaub angerechnet werden und wird fortlaufend vergütet. Genau, das bedeutet zehn Tage zusätzlich bezahlten Urlaub für deine persönliche Weiterbildung. Alles was man dafür tun muss, ist an einer anerkannten Weiterbildung oder einem Ehrenamt teilzunehmen. Die meisten Bildungsveranstaltungen laufen über mindestens fünf Tage.

Bildungsurlaub – wo geht das in Hamburg?

Im Internet unter www.bildungsurlaub-hamburg.de findet ihr über 4.000 anerkannte Kurse in Hamburg zur beruflichen und politischen Bildung sowie ehrenamtliche Tätigkeiten: Sprachkurse, Gesundheitslehrgängen, Ausbildung zur/zum Fußballtrainer:in und vieles mehr.

Die Kursgebühren tragen die Teilnehmer:innen selbst, wobei ein Großteil der Weiterbildungsangebote kostenlos ist. Ihr könnt die Kurse über die Plattform buchen: Einfach den gewünschten Kurs aussuchen und mit eurer/eurem Arbeitgeber:in ein passendes Datum abstimmen. Dann meldet ihr euch direkt beim Veranstalter an. Nach der Teilnahme erhaltet ihr eine Bestätigung für den Arbeitgebenden. Diese einfache Anmeldung ermutigt auf jeden Fall zum Ausprobieren.

Worauf warten wir noch? Holen wir den Bildungsurlaub aus der Vergessenheit und stürzen uns voller Wissensdurst in den wohlverdienten Zusatzurlaub!

Vorheriger ArtikelMaster Digitale Kommunikation: So wirst du Teil unserer Redaktion
Nächster ArtikelReeperbahn Festival: Eindringlicher Grungerock von Brimheim
Wer Maria Gassners Wohnung betritt, dem grinsen gleich mehrere Gesichter entgegen. Eigentlich wohnt die 26-Jährige alleine. Aber sie klebt gerne Glubschaugen, Nasen und Münder auf Gegenstände. Studiert hat sie in Bremen International Angewandte Freizeitwissenschaft. Klingt nach Hängematte, ist aber doch viel BWL und Tourismus. Das Studium lag nahe: Maria ist ausgebildete Hotelfachfrau. Aufgewachsen ist sie ohne Fernseher, dafür aber mit viel Lesestoff in Bayern auf dem Land. Dort liegt in einer Schublade auch noch ihr Manuskript für einen Liebesroman. Ansonsten verfasst sie heute Psychologie-Artikel beim „Emotion“-Magazin in Hamburg. So bunt und kreativ wie ihr Leben, ist auch ihr Modegeschmack. Sie hat eine Schwäche für Herzchenprint. Marias Herz kannst du am besten erobern, indem du ihr coole Poster von der Straße vorbeibringst. Die sammelt sie leidenschaftlich gerne. Kürzel: mag