Ein Containerschiff wird angestrahlt. Es ist schon dunkel. Der Hamburger Hafen soll klimaneutral werden.
Foto: Pixabay/ Thomas Ulrich

Der Hamburger Hafen soll bis 2040 klimaneutral werden. Durch das Projekt „Innovationshafen 2040“ soll der Hafen außerdem vergrößert und digitalisiert werden. Die neuen Pläne gefallen nicht jedem.

Der Hamburger Hafen soll in einem Projekt zum Innovationshafen werden. Bis 2040 soll der Hafen klimaneutral, vergrößert und Teilbereiche digitalisiert werden. Außerdem soll er 30 Prozent mehr Güter umschlagen und Standort für E-Commerce-Firmen werden. Bis zum Jahresende will der Hamburger Senat die Pläne verabschieden. Hamburger Hafenumschlagsunternehmen kritisieren den geplanten Gewerbemix und der Naturschutzbund (Nabu) nennt die Pläne widersprüchlich.

(Zu) viele Ansätze

„Der Hafenentwicklungsplan enthält viele gute Ansätze“, so die stellvertretende Geschäftsführerin des Unternehmensverbands Hamburger Hafen e.V. gegenüber FINK.HAMBURG. Besonders der modulare Aufbau biete langfristige Perspektiven und konkrete Maßnahmen, um auf Veränderungen zu reagieren.

Sorgen bereite dem Verein, dass durch das Projekt im Hamburger Hafen auch vermehrt andere Gewerbe, wie E-Commerce angesiedelt werden sollen. „Hier stellt sich die Frage, ob und wenn ja, wie dies mit den vorhandenen Nutzungen vereinbar ist“, so die Sprecherin. „Grundsätzlich sollten im Hafen nur diejenigen Unternehmen angesiedelt werden, die die unmittelbare Nähe zum Wasser zwingend benötigen.“

Hamburger Hafen schädigt Ökosysteme

Auch der Nabu befürwortet die Pläne. Neben anderen Stakeholdern hatte auch der Nabu im letzten Herbst inhaltliche Anregungen zu den Innovationsplänen eingebracht. Dennoch äußerte der Nabu auch Kritik. In den Plänen fänden sich viele Widersprüche. Beispielsweise wolle man den Lebensraum von Tieren und Pflanzen stärken, andererseits solle weiter Elbschlick ausgebaggert werden. „Durch das ständige Aufwirbeln der Sedimente trübt das Wasser und der Sauerstoffgehalt sinkt“, so ein Sprecher des Nabu Hamburg auf Anfrage von FINK.HAMBURG. Die Folge: zerstörter Lebensraum von Tieren und Pflanzen. Der Stint-Bestand sei schon massiv eingebrochen. „Für den Erhalt der Artenvielfalt ist es unerlässlich diese besonderen Ökosysteme zu schützen“, so der Sprecher.

lig

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Wäre sie ein Gericht, dann wäre Lina Gunstmann eine Spargelcremesuppe, sagen ihre Freunde. Das sei schließlich ein elegantes Gemüse. Solange die vegan ist, passt das für die 1997 geborene Kielerin, denn die Umwelt ist ihr wichtig – sie ist sogar Mitglied beim Nabu. Ihren Bachelor in Kommunikationswissenschaft hat Lina in Münster abgeschlossen und zu den Auswirkungen von Greenwashing auf das Image von Unternehmen geforscht. Neben dem Studium arbeitete sie als Model in Japan, China und Europa. Immer mit dabei: ein spannender Politik-Podcast, etwa zur Lage der Nation – und ihre Stricknadeln. Die Ergebnisse sind auf Instagram zu finden, wo sie den Strick-Blog „Linas Masche“ betreibt. Und nicht nur das: Für das Ballett Kiel betreute Lina zuletzt die Social-Media-Kanäle. Kürzel: lig

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