Nach einem Hackerangriff auf die HAW-Hamburg ist es wieder möglich, sich auf Studienplätze zu bewerben. Foto: Clint Patterson/Unsplash
Nach einem Hackerangriff auf die HAW-Hamburg ist es wieder möglich, sich auf Studienplätze zu bewerben. Foto: Clint Patterson/Unsplash

Nach einem Hackerangriff auf die HAW-Hamburg ist es wieder möglich, sich auf Studienplätze zu bewerben. Die Bewerbungsfristen wurden verlängert. Die Hochschule fährt die digitale Infrastruktur schrittweise wieder hoch.

Nach der Cyberattacke auf die HAW-Hamburg können Bewerber*innen, Studierende und Mitarbeiter*innen Teile des hochschuleigenen IT-Systems wieder nutzen: Das Bewerbungsportal der hochschuleigenen Website und das WLAN in den Räumlichkeiten der Hochschule funktionieren wieder – ab Freitag soll es auch wieder möglich sein, in der Hochschule zu drucken. Bewerbungsfristen für Bachelor- und Masterstudiengänge wurden verlängert. Wann die Hochschule wieder Immatrikulationsbescheinigungen ausstellt, bleibt unklar.

Hackerangriff auf die HAW-Hamburg: Aktuelle Informationen auf einen Blick

Die HAW-Hamburg informiert auf ihrer Website über aktuelle Entwicklungen:

  • Studieninteressierte können sich online wieder auf Studienplätze bewerben. Sonstige Dienste wie Prüfungsanmeldungen, Noteneinsichten oder Rückmeldungen sind noch nicht möglich. Die Semesterbeiträge sollen trotzdem bis zum 15. Februar auf das Konto der Hochschule überwiesen werden.
  • Die Bewerbungsfrist für Bachelorstudiengänge wurde bis zum 19. Januar verlängert.
  • Die Bewerbungsfrist für Masterstudiengänge wurde bis zum 31. Januar verlängert.
  • Das WLAN kann wieder genutzt werden. In den Gebäuden der Hochschule sind Zettel ausgehängt – mit QR-Codes für Smartphones und Zugangsdaten für Laptops.
  • Ab dem 19. Januar soll es wieder möglich sein, mit USB-Stick an der Hochschule zu drucken. Die Drucker sollen aber weiter vom Netz getrennt bleiben.
  • Wann die Hochschule wieder Immatrikulationsbescheinigungen ausstellt, ist noch nicht bekannt. Ein Pressesprecher der HAW teilte aber auf Anfrage mit, man arbeite mit Hochdruck an einer Lösung. Studierende, die Zahlungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) erhalten, können ohne Immatrikulationsbescheinigung in eine existenzielle Notlage kommen. 

Tagesschau: Russische Hackergruppe erpresst die HAW-Hamburg

Laut eines Berichts der Tagesschau vom 13. Januar handele es sich bei den Angreifern um die russische Hackergruppe „Vice Society”. Zu dem Bericht äußert sich die Hochschule aus ermittlungstaktischen Gründen nicht und verweist auf die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft.

Am 29. Dezember 2022 wurde der Hackerangriff auf die Hochschule festgestellt. Im Zuge dieser Attacke wurden auch persönliche Passwörter und E-Mailadressen erbeutet: „Wir müssen davon ausgehen, dass unter den abgeflossenen Informationen auch personenbeziehbare Daten sind”, heißt es auf der Website.

ape

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Anton Peter, Jahrgang 1994, baute in der achten Klasse gemeinsam mit seinem Vater einen Pizzaofen. Heute isst er aber lieber Ravioli Al Ragu, nach dem handgeschriebenen Rezept seiner Großmutter. Als Schüler trainierte er in Hannover jahrelang Jugendliche im Fußballspielen. Er selbst hofft darauf, sich auf St. Pauli noch als Spieler in die erste Mannschaft hocharbeiten zu können. Bislang kam er allerdings nicht dazu, den Mitgliedsantrag auszufüllen. In Witten studierte Anton Philosophie, Politik und Ökonomik. Nebenbei baute er für das Beratungsportal Krisenchat für Jugendliche in Problemlagen einen Tiktok-Kanal auf. Derzeit hilft er einem Freund aus Äthiopien von dort importierten Wildkaffee auf den deutschen Markt zu bringen. Kürzel: ape

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