Telefonbetrug Hamburg: Immer mehr Senioren werden Opfer von sogenannten Schockanrufen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Immer mehr Senioren in Hamburg werden Opfer von sogenannten Schockanrufen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Immer mehr Hamburger Senior*innen werden Opfer von sogenannten Schockanrufen. Betrüger*innen erbeuteten im vergangenen Jahr mit 50 Anrufen rund 750.000 Euro.

In den vergangenen beiden Jahren erbeuteten Trickbetrüger*innen mit insgesamt 78 Anrufen rund zwei Millionen Euro. Die Zahl der Anrufe war 2022 im Vergleich zum Jahr 2021 fast doppelt so hoch, die Schadenssumme jedoch sinkt. Das geht aus einer Antwort des Senats auf Anfrage der AfD hervor.

Schaden im siebenstelligen Bereich

Unterscheidung Enkel- und Schockanruf

Schockanruf: Die Täter*innen berichten ihren Opfern am Telefon von angeblichen Unfällen ihrer Verwandten, um so Geld zu erbeuten.

Enkelanruf: Die Betrüger*innen geben sich am Telefon als Familie oder Freunde aus, um so an Geld zu kommen.

Immer häufiger wenden sich Trickbetrüger*innen telefonisch an Senior*innen. Beim sogenannten Schockanruf berichten die Täter*innen älteren Menschen von angeblichen Unfällen ihrer Verwandten und fragen nach Geld.

Im Jahr 2021 erbeuteten Betrüger*innen mit 28 Anrufen 1.170.000 Euro. 2022 wurden Senior*innen durch 50 Schockanrufe um 750.000 Euro betrogen.

Wie auch bei den Schockanrufen ist die Schadensumme durch sogenannte Enkeltricks gesunken – von rund 250.000 Euro auf rund 155.000 Euro von 2021 auf 2022, so der Senat.

Telefonbetrug: Drei Tipps, um nicht auf Schockanrufe hereinzufallen

Auf ihrer Website gibt die Stadt Hamburg Tipps zum Umgang mit Schockanrufen:

  • Fremden Menschen am Telefon niemals Geld geben. Zusätzlich sollte am Telefon nichts über die eigene Familie oder das eigene Geld preisgegeben werden.
  • Bei Verdachtsfällen die Telefonnummer des/der Anrufer*in notieren. Ist die Nummer nicht sichtbar, nach der Nummer fragen und den/die Anrufer*in im Zweifel in Ruhe zurückrufen oder eine vertraute Person zurückrufen lassen.
  • Auf schlechtes Gefühl vertrauen und sich nicht überrumpeln lassen: Es ist nicht unhöflich, misstrauisch zu sein.

ape/dpa

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Anton Peter, Jahrgang 1994, baute in der achten Klasse gemeinsam mit seinem Vater einen Pizzaofen. Heute isst er aber lieber Ravioli Al Ragu, nach dem handgeschriebenen Rezept seiner Großmutter. Als Schüler trainierte er in Hannover jahrelang Jugendliche im Fußballspielen. Er selbst hofft darauf, sich auf St. Pauli noch als Spieler in die erste Mannschaft hocharbeiten zu können. Bislang kam er allerdings nicht dazu, den Mitgliedsantrag auszufüllen. In Witten studierte Anton Philosophie, Politik und Ökonomik. Nebenbei baute er für das Beratungsportal Krisenchat für Jugendliche in Problemlagen einen Tiktok-Kanal auf. Derzeit hilft er einem Freund aus Äthiopien von dort importierten Wildkaffee auf den deutschen Markt zu bringen. Kürzel: ape

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