Egal ob Pop, Indie, Jazz oder Hip-Hop – das Angebot von Hamburgs Festivalsommer ist groß und vor allem auch vielfältig. Hier ein musikalischer Überblick, was in Sachen Festivals in und um Hamburg so geht. Anfang Juni geht es schon los!

Titelbild: Foto von Sebastian Madej / MS Dockville

48H Wilhelmsburg

Ein Festival aus dem Quartier für das Quartier: 48 Stunden lang werden Menschen südlich der Elbe zusammengebracht, um die Kultur im Stadtteil zu unterstützen. Organisiert wird das Ganze durch das Netzwerk „Musik von den Elbinseln“ und dem Bürgerhaus Wilhelmsburg mit vielen Akteur*innen aus der Nachbarschaft – von der sympathischen Bar Deichdiele bis zum Kreativort Wilhelmsburger Zinnwerke am Veringkanal. Es spielen ausschließlich Künstler*innen, die auf der Halbinsel leben, arbeiten oder proben. Sie spielen auf Bühnen, die das ganze Jahr über existieren oder alltäglichen Räumen wie Ateliers, Balkonen, Buchläden, Friseursalons oder, oder, oder. Ganz nach dem Motto „Listen to your neighbourhood“.

Das Festival 24h-Wilhelmsburg. Leute feiern zur Musik. Foto: Jo Larsson / 48h-Wilelmsburg
Foto: Jo Larsson/48h-Wilhelmsburg

Wann? 07. bis 09. Juni 2024
Wo? Auf der ganzen Insel verteilt, Karte für Orte
Wie teuer? Kein Eintritt, aber viele Möglichkeiten, mit Spende zu unterstützen

Elbjazz

Bei dem zweitägigen Festival gibt es neben Jazzmusik viele weitere Musikrichtungen bei Konzerten zu erleben – hinzu kommen Workshops und DJ-Sets. Vertreten sind unter anderem internationale Bands, wie die französische Electropop-Band L’Impératrice und die Neo-Soul-Band Jungle aus London. Die Stadt Hamburg bietet nicht nur die wirklich sehr beeindruckende Kulisse – das Elbjazz findet wieder auf dem Werftgelände von Blohm+Voss umgeben von Containern statt –, sondern ist auch musikalisch vertreten, beispielsweise durch das Jazzquartett Bluff.

Die Elbjazz Mainstage mit Publikum. Im Hintergrund der Hafen mit Kränen und Containern.
Foto: Jens Schlenker/Elbjazz

Wann? 7. bis 8. Juni 2024
Wo? Verschiedene Locations am Hamburger Hafen (Indoor und Open Air)
Wie teuer? Ab 85 €, Tickets hier

Hurricane

Das genreübergreifende Festival präsentiert in diesem Jahr Headliner*innen wie Kontra K, Avril Lavigne und Giant Rooks. Für die emotionalen Sounds auf dem Festival sorgt der britische Singer-Songwriter Ed Sheeran. Wer mehr Lust auf ausgelassenes Tanzen hat, ist perfekt bei dem Auftritt der Berliner Techno-DJ Stella Bossi aufgehoben. Lustige Punk Songs zum Mitgrölen wird es von Team Scheisse geben. Für gute Laune sorgen Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys mit Italo-Schlager. Eine Mischung aus 2000er-Musik und Neue Deutsche Welle wird es von Dilla beim Hurricane Festival zu hören geben.

Die Mainstage des Hurricane Festivals bei Nacht. Orange Lichter, die in das Publikum leuchten. Rechts ein Hurricane-Banner.
Foto: Anna Wyszomierska/Hurricane

Wann? 21. bis 23. Juni 2024
Wo? Eichenring, 27383 Scheeßel 
Wie teuer? Ab 129 €, Tickets hier

Habitat

Das 32-Stunden Festival in Wilhelmsburg legt den Fokus auf elektronische Musik, Gemeinschaft und Tanz. Auf ihrer Webseite nennen die Veranstalter*innen das Habitat eine „Zwischenwelt abseits der Realität“. In diese Zwischenwelt werden die Festivalbesucher*innen in diesem Jahr unter anderem von dem Dresdener Electronica-Duo Ätna, DJ Gigola und dem Trance Dance-Duo DJ Heartstring geführt.

Stimmungsfoto mit bunten Lichtern und Disco-Iglu zwischen Menschenmengen des Festivalgeländes des Habitat. Foto: Fabian Schwarze / Habitat
Foto: Fabian Schwarze/Habitat

Wann? 20. bis 21. Juli 2024
Wo? Reiherstieg / Hauptdeich, 21107 Hamburg
Wie teuer? Ab 40 €, Tickets hier

Spektrum

Das Hamburger Hip-Hop-Festival bewegt sich mit dem diesjährigen Line-up zwischen elektronischen Sounds und klassischem Rap. Im August spielen einen Tag lang auf drei Bühnen unter anderem Rap-Größen wie Domiziana, Haftbefehl, Souly, Juju und einige mehr

Ein Foto aus der Crowd heraus. Alle sind am Jubeln und bilden einen Moshpit-Kreis. Im Hintergrund ist eine Bühne des Festivals zu sehen.
Foto: Rufus Engelhard/Spektrum

Wann? 3. August 2024, 14:00-02:00 Uhr
Wo? Reiherstieg / Hauptdeich, 21107 Hamburg
Wie teuer? Ab 65 €, Tickets hier

Vogelball

Federreiche, glitzernde Kostüme, Raves und Performances in Wilhelmsburg. Der Vogelball findet jedes Jahr am Tag des Christopher Street Days statt und soll ein Ort der Begegnung sowie Sichtbarmachung der unterschiedlichsten Identität der Gesellschaft sein. Das Tagesfestival besteht überwiegend aus einem queeren Booking. Darunter sind bekannte Headliner sowie lokale Szene-Größen zu finden. Dieses Jahr im Line-up mit dabei Blond, Grove, Lil’ Lil’, Äwänä, B3CKI, Bennet, Bonnie Ford, Ciao 3lla, Crille & Tamalt, Cielo.mp3, Cormac, DJ Luv You, DJ Schmeisser, Ella Stracciatella, fka.m4a, Herton, Jennifer Loveless, Kaufmann, lila luka, Muende, Murderkinq, Natalie Robinson, Neeyuu, Rakans, Struggling Femme und viele mehr.

Personen in bunten Federkostümen auf dem Vogelball. Im Hintergrund eine Feierende Menschenmenge im Nebel.
Foto: Jules Tiemann/Vogelball

Wann? 03. August 2024, 16:00-07:00 Uhr
Wo? Reiherstieg / Hauptdeich, 21107 Hamburg
Wie teuer? Ab 50 €, Tickets hier

MS Dockville

Feiern, tanzen, mitmachen: Auf dem MS Dockville Festival lässt sich das dritte Augustwochenende mit Workshops, Lesungen, Poetry Slams, Kunst und vor allem ganz viel Musik verbringen. Headliner sind in diesem Jahr unter anderem die Pop-Band Jeremias, der Rapper Disarstar und die Hamburger Technoband Meute. Neben zahlreichendeutschen Künstler*innen kommen auch einige internationale Größen nach Hamburg wie die US-amerikanische Rapperin Ashnikko oder die australische Pop-Band Lime Cordiale. Auf zwölf Bühnen neben der Elbe erwartet Besucher*innen ein buntes Line-Up aus Pop, Indie, Hip-Hop und elektronischer Musik von Newcomer*innen und bekannten Bands.

Die Mainstage des MS Dockville Festivals mit Publikum bei Abenddämmerung.
Foto: Sebastian Madej/MS Dockville

Wann? 16. bis 18. August 2024
Wo? Schlengenpark 21, Hamburg-Wilhelmsburg
Wie teuer? Ab 25 €, Tickets hier 

Reeperbahnfestival

Einmal im Jahr wird ein großer Teil St. Paulis zum Clubfestivalgelände. Das diesjährige und mittlerweile 19. Reeperbahnfestival läuft unter dem Motto „Let the music grow“. Vier Tage lang gibt es ein genrereiches Line-up mit Newcomer*innen und internationalen Künstler*innen. Programm-Highlights der FINK.HAMBURG-Redaktion sind ganz klar Alli Neumann, Leila, Good Neighbours sowie frytz. Auch viele, viele weitere krasse Acts findet ihr im Programm.

Paula Carolina auf einer Bühne am Reeperbahnfestival. Foto: Marvin Contessi / Reeperbahnfestival
Foto: Marvin Contessi/Reeperbahnfestival

Wann? 18. bis 21. September 2024
Wo? Diverse Clubs und Locations rund um die Reeperbahn
Wie teuer? Ab 59 €,Tickets hier

Luna Baumann Dominguez, Jahrgang 1996, hat ein Faible für das deutsche Lachshuhn. Das hat ihr in ihrem Lieblingskartenspiel “Hennen” schon einige Siege beschert. Sie ist in Mönchengladbach geboren, aber schon 13-mal umgezogen. Beim WDR in Köln machte sie ein Praktikum in der Wirtschaftsredaktion. Ihren Bachelor in Kommunikationswissenschaft begann Luna vor allem, um beim Uni-Radio in Münster zu arbeiten. Dort gründete sie die feministische Sendung “Equals” und interviewte Reggae-Musiker: Bei einem Dub-Inc-Konzert in Paris ließ der Schlagzeuger für sie sogar das französische Fernsehen warten. Die Leute im Ruhrgebiet - große Klappe, herzlich, immer direkt - vermisst sie schon jetzt. Kürzel: lun

Auf dem Laptop von Annika Eifert, Jahrgang 1999, sind schon viele Flüssigkeiten gelandet – Kaffee, Früchtetee, Nagellackentferner. Die gebürtige Hessin studierte in Erfurt Kommunikationswissenschaft und Management. Während dieser Zeit leitete sie das Non-Profit-Onlinemagazin „UNGLEICH“, das die Lebensqualität im Osten hervorhebt. Ein Praktikum im Social-Media-Team von „OMR 5050“ brachte sie schließlich nach Hamburg. Sie selbst nennt sich „TikTok Opfer“ und ist für jeden Trend zu haben. Bildschirmzeit? Bleibt ihr Geheimnis. Ihr Laptop ist immer noch in ständiger Gefahr – und deshalb gut versichert. Kürzel: ika

Pauline Claußen, 1999 in Darmstadt geboren, hat Kraftklub-Sänger Felix schon einmal beim Crowdsurfen ein High Five gegeben. In Oldenburg studierte sie Musik und Anglistik auf Lehramt. Parallel arbeitete sie in der musikalischen Früherziehung, kellnerte und brachte unter anderem Klaas Heufer-Umlauf Bier und Günther Jauch Sekt. Auf der indonesischen Insel Lombok tauschte Pauline einmal mit einem müden Taxifahrer Plätze und fuhr sich selbst zum nächsten Hostel. Sie ist Hochzeitssängerin, liebt Musicals und spielt schlecht Tennis. Pauline wollte Kulturjournalistin werden, interessiert sich aber einfach für zu vieles - mittlerweile legt sie sich nicht mehr fest. Kürzel: pac

Hinterlasse einen Kommentar

Please enter your comment!
Please enter your name here