
Bei Sklaverei denken viele an historische Verbrechen. Dabei sind weltweit mehr als 40 Millionen Menschen Opfer von moderner Sklaverei – vor allem in der Haushaltsarbeit aber auch in der Sexindustrie.
Der Internationale Tag für die Abschaffung der Sklaverei macht auf weltweite Missstände aufmerksam. Der 2. Dezember erinnert an die Opfer von moderner Sklaverei. Zwar ist der Begriff nicht gesetzlich definiert, doch wird er benutzt, um Zwangsarbeit, Schuldknechtschaft und Menschenhandel zu überschreiben.
Vor allem Frauen und Mädchen sind von moderner Sklaverei betroffen: 99% der Opfer in der Sexindustrie sind beispielsweise weiblich und werden zur Arbeit gezwungen. 2016 waren fast 25 Millionen Menschen Opfer von Zwangsarbeit. Die International Labour Organization schätzt, dass davon 16 Millionen Menschen im privaten Sektor, wie zum Beispiel Haushaltsarbeit, versklavt werden.

Was kann ich gegen moderne Sklaverei tun?
Eine Möglichkeit ist, sich zu informieren, wie und wo Produkte hergestellt wurden: Wurden deine Klamotten beispielsweise unter menschenunwürdigen Bedingungen produziert? Oder wurden die Kakaobohnen für deine Lieblingsschokolade von Zwangsarbeitern geerntet? Fairtrade Deutschland bietet beispielsweise eine Übersicht mit Produkten, die unter fairen Bedingungen hergestellt wurden.
Catalina Langer, Jahrgang 1994, hat den damaligen Hamburger Bürgermeister Henning Voscherau schon einmal in die Nase gekniffen – mit drei Jahren. Nach ihrem Bachelor im Fach Europäische Studien aus Osnabrück kehrte sie wieder in ihre Heimat- und Lieblingsstadt zurück. Ihr Interesse für Politik führte sie bis in die Vereinigten Staaten, wo sie im US-Büro des „Stern“ arbeitete und im Rahmen von Hillary Clintons Wahlkampfveranstaltungen interessante Einblicke in die politische Kultur der USA bekam. Schon direkt nach dem Abitur reiste sie einmal um die Welt und bloggte von unterwegs über internationale Gärten. Catalina weiß aber auch, wie man den perfekten Milchschaum herstellt und sucht immer nach spannenden Restaurants.