Der Eingang des Ohnsorg-Theater.
Der Eingang des Ohnsorg-Theater. Foto: Jutta Schwöbel

Christian Seeler verlässt zum 1. August das Ohnsorg-Theater. Als Intendant gestaltete er 21 Jahre lang das Programm der legendären plattdeutschen Volksbühne. Sein Nachfolger wird Michael Lang.

Intendant Christian Seeler.
Intendant Christian Seeler. Foto: Jutta Schwöbel

Christian Seeler wird auf eigenen Wunsch ab dem 1. August nicht mehr als Intendant für das Ohnsorg Theater tätig sein. In den nächsten Jahren möchte er sich mehr mit seinem eigenen Tournee-Unternehmen „Nordtour“ beschäftigen.

Seit dem 1. Januar 1996 ist der 58-Jährige Seeler Leiter des Ohnsorg-Theaters. Das Kulturhaus am Hauptbahnhof hat derzeit 6.000 Abonnenten und eine Platzausnutzung von 75 Prozent. Seelers Nachfolger wird Michael Lang, der aktuell das Programm am Winterhuder Fährhauses verantwortet.

Trotz der hohen Auslastung betont seeler, dass das Ohnsorg-Theater sich weiterentwickeln müsse. Das Ohnsorg sei „ein Dampfer, der seinen Kurs nur langsam ändere“, so Seeler. „Unser Publikum wird im Durchschnitt immer älter, da immer weniger jüngere Menschen niederdeutsch sprechen“. Er bedauert das. „Die warme und symphatische norddeutsche Regionalsprache hat eine erhebliche Bedeutung für die Wahrnehmung unserer Identität“. Seeler hatte mit dem Umzug ins Bieber-Haus eine kleine Zweitbühne etabliert: Das Ohnsorg-Studio erreiche auch ein junges Publikum.

Unter Seeler als Intendant wurde das Ohnsorg-Theater dreimal mit dem Pegasus-Preis ausgezeichnet.

Der Pegasus-Preis ist die bundesweit höchste Auszeichnung für Privattheater und mit 35.000 Euro dotiert. Ohne Begründung der Geschäftsleitung wurde der Preis in Form eines goldenen, geflügelten Pferdes am 21. November 2016 das letzte Mal übergeben.

klu/dpa