Elphi bei Wolken
Auch auf dem Plaza wird es Verbesserungen geben. Foto: Martin Tege

In der spielfreien Zeit vom 13. Juli bis zum 5. August wird die Elbphilharmonie nachgebessert, damit das Konzerthaus sicherer wird. Insbesondere die Treppen stellten Stolperfallen für die Besucher dar.

Zusammen mit dem Blinden- und Sehbehindertenverein hat der Senat bei mehreren Begehungen Verbesserungen für die Elbphilharmonie ausgearbeitet, die in der Sommerpause umgesetzt werden.

Als größter Punkt gelten die Neuerungen, die für die Treppen geplant sind: Sie werden mit einem 1,5 Zentimeter breiten schwarzen Streifen markiert. Die Markierungen werden so angebracht, dass sie auch für Blinde mit einem Blindenstock ertastbar sein werden. Wegen fehlender Markierungen hatte es hier zahlreiche Stolperunfälle gegeben. Eine Frau brach sich sogar einen Halswirbel an.

Auch an den Aufzügen wird gearbeitet: Eine erkennbare Ausschilderung und akustische Signale sollen die Orientierung für Blinde und Sehbehinderte erleichtern. Das Bedienfeld wird zudem kontrastreicher gestaltet.

Geschätzte Kosten: 300.000 Euro

Kontrastreichere Markierung werden ebenfalls auf der Plaza erfolgen. Bei bestimmten Lichtverhältnissen hätten die alten Punkte nicht zu der gewünschten Verbesserung der Sichtbarkeit der Scheiben geführt, so Enno Isermann, Pressesprecher der Behörde für Kultur und Medien, gegenüber FINK.Hamburg.

Die genauen Kosten für die Verbesserung der Elbphilharmonie sind noch nicht geklärt. Die grobe Schätzung vom „Hamburger Abendblatt“ auf 300.000 Euro wurde aber von der Pressestelle der Behörde für Kultur und Medien bestätigt. Bereits während des Baus des Konzerthauses wurde für Kosten dieser Art eine Rücklage gebildet. Die Neuerungen lassen sich voraussichtlich aus dieser finanzieren.

had/dpa