König Salman ibn Abd al-Aziz Al Saud, so der volle Name des Königs von Saudi- Arabien, winkt. Saudis buchen Hotel Vier Jahreszeiten komplett
Salman ibn Abd al-Aziz Al Saud, so der volle Name des Königs von Saudi- Arabien, wird im Vier Jahreszeiten wohnen. Foto: Saudi Press Agency/dpa

Das saudische Königshaus soll anlässlich des G20-Gipfels das komplette Hotel „Vier Jahreszeiten“ für sich gebucht haben. Der König bewohnt die größte Suite der Hansestadt und bringt sogar eigene Köche mit.

Nach Informationen des „Hamburger Abendblatts“ erwartet das „Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten“ zum G20-Gipfel am 7. und 8. Juli hohen Besuch: Das saudische Königshaus soll für den Zeitraum vom 4. bis 9. Juli das komplette Luxushotel an der Binnenalster für sich gebucht haben.

Nach jetzigem Stand werden König Salman und sein Sohn Mohammed bin Salman, der Verteidigungsminister von Saudi-Arabien ist, mit ihrem Gefolge nach Hamburg reisen. Die Delegation bestehe aus mehreren Hundert Personen. Deshalb seien über die 156 Zimmer des Hotel „Vier Jahreszeiten“ hinaus zusätzliche Unterkünfte im „The Westin“ in der Elbphilharmonie und im „Sofitel“ am Alten Wall gebucht worden.

30 Lämmer sollen gegrillt werden

Die Vorbereitungen für den Aufenthalt des Königshauses im „Vier Jahreszeiten“ laufen unter strengster Geheimhaltung. Bei bisherigen Besuchen des Hotels sollen Abgesandte aus Saudi-Arabien ihre eigenen Köche mitgebracht haben. Für G20 wollen sie laut „Hamburger Abendblatt“ sogar einen eigenen Küchentrakt nutzen. Es sollen unter anderem 30 Lämmer gegrillt werden.

Der saudische König wird dem „Hamburger Abendblatt“ zufolge die Royal Suite in der vierten Etage des Fünf-Sterne-Hotels bewohnen. Das ist mit 435 Quadratmetern die größte Suite der Hansestadt. Sie verfügt über fünf Schlafzimmer mit Alsterblick und diverse Salons für Besprechungen und Bankette. Um die Sicherheit zu erhöhen, sei im Gespräch, die Suite für die Zeit des G20-Gipfels mit Panzerglas auszustatten.

Auch rund um das Hotel wird es Sicherheitsvorkehrungen geben. Allerdings in geringerem Ausmaß als bei dem Aufenthalt des damaligen US-Außenminister John Kerry anlässlich des OSZE-Treffens im Dezember 2016. Damals wurden sogar Scharfschützen auf dem Dach postiert.

Ingo C. Peters, Direktor des „Vier Jahreszeiten“, lehnte eine Stellungnahme auf „Abendblatt“-Anfrage ab. Das mache er allerdings immer bei solchen Anfragen: „Wir geben grundsätzlich keine Auskunft darüber, wer in unserem Hotel wohnt.“