Hamburgs Innensenator Andy Grote (Archivfoto).
Hamburgs Innensenator Andy Grote (Archivfoto). Foto: Christian Charisius/dpa

Die Ausrichtung des G20-Gipfels war offenbar teurer als geplant. Auf den Mehrkosten bleibt wohl die Stadt sitzen. Innensenator Andy Grote wehrt sich unterdessen gegen die Vorwürfe einer Überbelastung der Polizei.

50 Millionen Euro hatte der Bund für die Durchführung des G20-Gipfels in Hamburg bereitgestellt. Doch das Geld reicht offenbar nicht aus. Das geht aus einer Antwort des Senats auf eine schriftliche Anfrage der CDU-Bürgerschaftsfraktion hervor. Mehr als 31.000 Polizisten waren während des Treffens der Staats- und Regierungschefs im Juli im Einsatz. Auf den Mehrkosten wird wohl die Stadt Hamburg sitzen bleiben, heißt es aus dem Senat.

Auch vier Monate nach dem Gipfel steht nicht abschließend fest, was der Polizeieinsatz tatsächlich gekostet hat. Aus den vorläufigen Berechnungen ergeben sich zusätzliche Faktoren: Beispielsweise schlägt der freie Eintritt in öffentliche Museen, der allen Hamburgern am Tag nach dem G20-Gipfel gewährt wurde, für die Kulturbehörde mit 45.000 Euro zu Buche. Mehr als 13,5 Millionen Euro soll bereits die Organisation des OSZE-Außenministertreffens im Dezember gekostet haben.

Grote währt sich gegen Polizei-Vorwürfe

Unterdessen währt sich Hamburgs Innensenator Andy Grote gegen die Vorwürfe des Bundes Deutscher Kriminalbeamter. Deren Landeschef Jan Reinecke warf der Polizei vor, überlastet zu sein und Strafanzeigen nicht mehr zu bearbeiten. Gegenüber Radio Hamburg widersprach Grote nun den Vorwürfen: „Natürlich gibt es Engpässe. Dabei wird aber immer darauf geachtet, dass die Aufklärung, die Effektivität der Kriminalitätsbekämpfung, nicht gefährdet wird.“

pet/dpa