Der in Hamburg lebende Schauspieler Til Schweiger hat den Streit um einen Facebook-Eintrag vor dem Landgericht Saarbrücken gewonnen. Er hatte eine private Nachricht einer Frau mitsamt Name und Porträtfoto veröffentlicht.
Das Landgericht Saarbrücken entschied heute im Streit zwischen Til Schweiger und einer 59-jährigen Frau zugunsten des Schauspielers. Er hatte Ende September eine private Nachricht auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht, in der auch der Namen und das Porträtfoto der Absenderin zu erkennen waren. Die Frau sah darin ihr Persönlichkeitsrecht verletzt. Der Vorsitzende Richter Martin Jung wies den Antrag der Klägerin aus dem Saarland, den Post zu löschen, am Donnerstag ab. Sie muss auch die Kosten des Verfahrens tragen. Begründet wurde die Entscheidung mit dem Recht auf Meinungsfreiheit, wie ein Sprecher des Gerichts mitteilt.
Die Nachricht sendete sie, nachdem Schweiger in dem sozialen Netzwerk folgende Aufforderung postete:
In ihrer Nachricht hatte die Frau Schweiger gefragt, ob er Deutschland verlassen werde. Vorangegangen waren Gerüchte, der Schauspieler hätte im Fall des Einzugs der AfD in den Bundestag angekündigt, seinen Wohnort zu wechseln. Weiter hieß es in der Nachricht: “Ihr Demokratieverständnis und Ihr Wortschatz widern mich an.” Der Schauspieler antwortete ihr daraufhin: “hey schnuffi…! date!? nur wir beide!?” und veröffentlichte die Nachricht und seinen Kommentar.
(lme/dpa)
Lisa-Marie Eichhorn, Jahrgang 1989, schläft besonders gut ein, wenn auf dem Bildschirm „Ultimate Fighting“ läuft. Sie kommt aus der Nähe von Stuttgart und interessiert sich für eine Vielzahl von Themen, von Deutschrap bis Stadtpolitik. Studiert hat sie an der Universität Hamburg, und zwar Deutsche Sprache und Literatur mit dem Schwerpunkt Medien und Theater. Sie hat schon für Medien von „Bild“ bis „Tagesschau“ gearbeitet. Damit finanziert sie das, was sie am liebsten ständig macht: ausgedehnte Reisen.