Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt
Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt. Foto: Sarah Kneipp

Glühwein ist ein fester Bestandteil der deutschen Weihnachtsmärkte. Rund 50 Millionen Liter des beliebten Heißgetränks konsumieren die Deutschen jedes Jahr. Doch nicht immer bekommt man wirklich gewürzten Wein in die Tasse. 

Funkelnde Lichter, der Geruch von Lebkuchen und Glühwein: Seit dem 27. November haben in Hamburg viele kleine und große Weihnachtsmärkte geöffnet. Laut dem Statistikportal statista lieben 82 Prozent der Deutschen die Weihnachtsmärkte. Noch mehr, nämlich 85 Prozent, begeistern sich für Zimt, Lebkuchen und Glühwein. Wegzudenken ist Glühwein aus der Winterzeit also nicht. Doch wo hat das Getränk seinen Ursprung?

Schon die Römer versetzten ihren Wein teilweise mit Gewürzen oder Zucker. Oft, um ihn haltbarer und genüsslicher zu machen. Bereits in einem der ältesten überlieferten Kochbücher der Welt, dem Apicius Kochbuch aus der römischen Kaiserzeit, ist ein Rezept für Gewürzwein enthalten. Der antike Glühwein entspricht natürlich nicht dem Getränk, wie man es heutzutage kennt. Jedoch bilden die alten Rezepte die Grundlage für die Weiterentwicklung von gewürzten Weinen. Im Laufe der Jahrhunderte kam der gewürzte Wein dann nach Deutschland. Fertiger Glühwein in Flaschen wurde hier 1956 zum ersten Mal verkauft.

Glühwein oder nur Fruchtsaft?

Laut der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz in Berlin ist Glühwein als aromatisiertes Getränk definiert, „welches ausschließlich aus Rotwein oder Weißwein hergestellt und hauptsächlich mit Zimt und/oder Gewürznelken gewürzt wird. Der Mindestalkoholgehalt des Getränkes beträgt sieben Prozent (Vol.)“.

Wer also keinen richtigen Glühwein verkauft, darf sein Getränk auch nicht so nennen. Oft handelt es sich nämlich um rote Fruchtsäfte, die mit Gewürzen und Alkohol versetzt sind. Dies ist zum Beispiel auf dem Winterdeck beim Santa Pauli Weihnachtsmarkt der Fall. Dort heißen diese Getränke dann Hitzkopf. Es lohnt sich also genauer hinzuschauen oder mit dem Thekenpersonal zu sprechen, um sicherzugehen, was man im Becher hat.

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