Am Sonntag soll in Hamburg wieder die Sonne scheinen. (Foto: Jan Siemers)

Gute Neuigkeiten: Am Sonntag gibt es endlich wieder schönes Wetter in Hamburg – also optimal für einen ausgedehnten Spaziergang. Ihr wisst nicht wo? Hier kommen fünf Spaziertipps für die Sonnenstunden:

1. Boberger Dünen

Ja, in Hamburg gibt es Dünen. Vor dem Mittelalter zog sich sogar eine ganze Dünenlandschaft vom Berliner Tor bis nach Bergedorf. So viel ist davon heute zwar nicht mehr übrig, aber immerhin noch genug, um eine Wandertour zu unternehmen. Im Naturschtzgebiet Boberger Niederung zwischen Bille und Bergedorfer Straße kann man durch Hamburgs letzte Wanderdüne spazieren. Der Dünenstreifen ist umgeben von Heidelandschaft und steht unter Naturschutz. Eine eineinhalbstündige Wanderroute gibt es hier. 

Anfahrt: U-Bahn Mümmelmannsberg, anschließend mit der Buslinie 609 oder M12 bis Haltestelle Schulredder oder Boberg. Ab dort geht man zu Fuß über die Straßen Schulredder und Boberger Furt zum Ausgangspunkt.

2. Niendorfer Gehege

Ein Beitrag geteilt von Anne (@keeprecuerdos) am

Joggen, eine kleine Runde Fahrradfahren oder einfach nur die vielen kleinen, verwinkelten Wege entdecken: Im Niendorfer Gehege findet jeder seine Nische. Das größte Naherholungsgebiet Eimsbüttels bietet insgesamt 15 Kilometer Spazier- und Wanderwege.  Für Familien mit Kindern gibt es hier zwei große Spielplätze. Ab 1952 begann die Stadt Hamburg einzelne Grundstücke aufzukaufen und aufzuforsten. Für alle Tierliebhaber: Im Wildgehege auf einer der vielen Waldlichtungen kann man Rehe, Hirsche, Hasen, Füchse und viele andere Tierarten beobachten. Mehr Infos gibt es hier.

Anfahrt:
Öffentlich kann man mit der U2 bis zum Niendorf Markt fahren. Parkplätze gibt es am Niendorfer Marktplatz.

3. Alsterwanderweg

Ein Beitrag geteilt von Anja (@frechspatz) am

Urige Waldabschnitte, weite Wiesen und ganz viel Wasser – das gibt es auf dem Alsterwanderweg. Der Weg erstreckt sich über 37km von Kayhude bis zur Elbe. Er startet mitten in der Natur, unweit der Alsterquelle und endet in der Innenstadt. Der Großteil des Weges führt an der Alster entlang. Für Wanderprofis ist der ganze Weg in etwa vier Stunden zu schaffen. Für gemütliche Sonntagsspaziergänger empfiehlt es sich, eine Teilstrecke zu gehen – zum Beispiel von Poppenbüttel aus Richtung Innenstadt. Auf dem Weg kommt man auch an der Mellingburger Schleuse vorbei. Hier lädt das Kleinhuis‘ Alsterterassen zu einer kleinen Pause bei Kaffee und Kuchen ein.

Anfahrt: Eine Teilstrecke zum Beispiel ab S-Bahn Poppenbüttel, nach dem Aussteigen zu Fuß Richtung Wentzelplatz zum Alsterwanderweg.

4. Durch den alten Elbtunnel nach Steinwerder

Ein von @katrin.schepers geteilter Beitrag am

Wer einen eher urbanen Spaziergang bevorzugt, kann durch den alten Elbtunnel von den Landungsbrücken auf die andere Seit der Elbe nach Steinwerder laufen. Dort angekommen, bietet sich es an, am Ufer zu schlendern und die Stadt mal von der anderen Seite zu betrachten. Freie Sicht auf die Elphi, den Michel und die Landungsbücken sind garantiert. Durch den alten Elbtunnel geht es dann auch wieder zurück in die City.

Anfahrt: Mit der U-Bahn bis zur U3/S1-Haltestelle Landungsbrücken.

5. Falkensteiner Ufer & Naturschutzgebiet Wittenbergen

Das Naturschutzgebiet Wittenbergen liegt an der Elbe im Stadtteil Rissen. Dort erwarten den Spaziergänger eine traumhafte Aussicht auf die Elbe, grüne Parks und ein weißer Sandstrand. Früher war die Gegend unbewaldet und lediglich von Sand bedeckt. Das gab der Gegend den Namen Wittenbergen (weiße Berge). Der Leuchtturm Wittenbergen steht übrigens seit dem 31. März 2004 unter Denkmalschutz. Von hier aus kann man einen wunderschönen Strandspaziergang am Falkensteiner Ufer Richtung Innenstadt starten.

Anfahrt: Zum Naturschutzgebiet kommt man mit den Buslinien 189 oder 286. Mit dem Auto kann man das Gebiet über den Wittenbergener Weg und das Rissener Ufer erreichen. Dort befindet sich ein Parkplatz, von dem man elbaufwärts zum Strand und den Dünen gelangt.

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Der perfekte Platz für einen Sonnenaufgang? Das ist für Sarah Kneipp, Jahrgang 1995, eine 140 Meter hohe Windkraftanlage, die sie natürlich selbst hinaufgeklettert ist. Auf Berge steigt sie aber auch gern. Außerdem könnte sie einem - als Unternehmen, aber bestimmt auch privat - selbst mitten in der Nacht ohne Probleme aus der Patsche helfen. Denn schnelle und richtige Entscheidungen treffen, das hat Sarah in der professionellen Beschäftigung mit Krisenkommunikation in den PR-Abteilungen mehrerer Unternehmen gelernt – darunter ein Hersteller von Windkraftanlagen. Wegen Benni, ihrem griechischen Straßenhund, ist sie seit einiger Zeit überdurchschnittlich viel vor der Tür und testet nebenbei das ein oder andere Sushi-Restaurant in Hamburg.
Johanna Röhr, Jahrgang 1991, sagt gerne etwas, kann aber auch zuhören - am liebsten wenn's um Sport geht. Und das immer brandaktuell auf Twitter. Sie liebt ihre Heimat München, Nilpferdbabys und gute Satire. Noch fühlt sie sich in Hamburg wie im Ausland, aber das wird sich bestimmt noch ändern. Sie ist Social-Media-Redakteurin bei Spiegel Online und Kommunikationstrainerin, hat aber auch schon als Stadionmoderatorin der Frauenmannschaft des FC Bayern gearbeitet. Sie ist Autorin eines Münchner Stadtführers. Modetrends findet sie cool, merkt das aber immer erst, wenn sie vorbei sind.