Präsident der HafenCity-Universität Walter Pelka
Präsident der HafenCity-Universität Walter Pelka - Foto: HCU Hamburg

Walter Pelka, Präsident der Hafencity Universität, bleibt weiter im Amt. Ein Abwahlantrag scheiterte am Mittwoch im Hochschulsenat – es fehlte eine Stimme zur erforderlichen Dreiviertelmehrheit.

Am Mittwoch lehnte die außerordentliche Sitzung des Hochschulsenats einen Abwahlantrag für den Präsidenten der Hafencity Universität (HCU), Walter Pelka, ab. Zur notwendigen Dreiviertelmehrheit fehlte nur eine Stimme. Acht Personen stimmten für die Abwahl, zwei enthielten sich und ein Mitglied des Hochschulsenats stimmte dagegen. Der HCU-Präsident bleibt somit bis zum Beginn seines Ruhestandes im Frühjahr 2019 im Amt.

Der Antrag war die Folge eines anhaltenden Streits um die HCU-Kanzlerin Stephanie Egerland. Vorige Woche protestierten 450 Studierende und Lehrende gegen die durch Walter Pelka eingeleitete Wiederwahl der Kanzlerin. Die Protestierenden warfen Stephanie Egerland Machtmissbrauch sowie Schikane und Mobbing vor. HCU-Präsident Walter Pelka kann zu den Vorwürfen „nur mit dem Kopf schütteln“. „Das finde ich nicht fair. Wir haben viel für die Uni getan und die Hochschule nach vorne gebracht“, sagte er gegenüber der „Hamburger Morgenpost“ über den gestellten Abwahlantrag.

Die nach Abschluss der Sitzung von der HCU veröffentlichte Pressemeldung unter dem Titel „Präsident im Amt bestätigt“ wurde von der Professorenschaft scharf kritisiert. Laut „Hamburger Abendblatt“ fanden sich am Mittwochabend spontan 23 der 42 HCU-Professoren und -Professorinnen zusammen. „Dieses Triumphgehabe zeigt eindrücklich, wie wenig das Präsidium die tiefgreifenden Probleme verstanden hat und wie wenig Interesse besteht, diese im Konsens zu überwinden“, kritisierte Prof. Wolfgang Dickhaut die Wortwahl der Meldung. Die Pressemitteilung wurde inzwischen von der HCU-Website gelöscht.

Sowohl das studentische Aktionsbündnis als auch die 23 Professoren und Professorinnen suchen nun das Gespräch mit Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Die Grünen). Sie ist letztlich für die Ernennung der HCU-Kanzlerin zuständig.

bro

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Björn Rohwer, Jahrgang 1993, liebt drei Dinge: Sport, Musik und Technik. Während er beim Sport lieber zuschaut, ist er bei der Musik mit vollem Einsatz dabei. Seit seinem sechsten Lebensjahr singt der studierte Musikwissenschaftler im Knabenchor, spielt Klavier, Saxophon und Klarinette. Zum Journalismus hat ihn seine dritte Leidenschaft gebracht: die Technik. Für verschiedene Gamingformate rezensiert er Videospiele, führt Interviews und verfasst Hintergrundberichte. In seinem 2014 erschienenen Buch „Unnützes Wissen für Gamer“ gibt er die Antwort darauf, warum Super Mario einen Schnauzbart trägt oder wieso Lara Croft eine große Oberweite hat. Das Buch hat er während eines Kreuzbandrisses geschrieben, den er sich beim Schulsport zuzog. Das Ende der Sportlerkarriere war der Anfang des Schreibens. Kürzel: bro