Der Karambolage-Atlas zeigt, wo es in Hamburg am häufigsten kracht. Foto: pixabay
Der Karambolage-Atlas zeigt, wo es in Hamburg am häufigsten kracht. Foto: pixabay

Hamburg liegt bei Verkehrsunfällen bundesweit auf Platz zwei hinter Berlin. Hier kracht es im Stadtgebiet am häufigsten und so hoch ist der durchschnittliche Schaden.

Hamburgs Autofahrer müssen im Straßenverkehr besonders gut aufpassen: Im Bundesvergleich liegt die Hansestadt mit einer Schadenshäufigkeit von 15,4 Prozent über dem Bundesdurchschnitt von 11,7 Prozent. Pro Jahr hat somit fast jeder sechste Autofahrer einen Schaden an seinem Auto – bundesweit ist es nur jeder Neunte, das geht aus dem Karambolage-Atlas der Generali Versicherung hervor.

Viele Unfälle unter anderem in Hammerbrook

Besonders häufig kracht es in den Stadtteilen St. Georg, Hammerbrook und in der Hamburger Altstadt. Die Häufigkeit der Schäden liegt hier zwischen 21,5 und 27,3 Prozent. Grund hierfür: Alleine durch Hammerbrook führen drei vielbefahrene Straßen in die Innenstadt.

Dagegen sind Autofahrer in den Hamburger Randgebieten am sichersten vor Blechschäden. In Bergstedt, Wellingsbüttel und Steilshop liegt die Schadenhäufigkeit bei gut elf Prozent. Zum Vergleich: In Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sind es 10,8 Prozent.

Karambolage-Atlas 2018. Foto: Generali
Karambolage-Atlas 2018. Foto: Generali

Laut Kraftfahrt-Bundesamt und Statista ist die Autodichte so hoch wie nie: In Hamburg wurden Anfang 2018 mehr als 783.000 PKWs angemeldet. „Verglichen mit der Einwohnerzahl von 1,8 Millionen ist es daher nicht verwunderlich, dass viele Menschen auf engem Raum und ein hohes Verkehrsaufkommen auch für eine hohe Schadenshäufigkeit in Stadtstaaten wie Hamburg sorgen“, sagt Roland Stoffels, Vorsitzender der Geschäftsführung der Generali Deutschland Schadenmanagement.

Unfälle in Hamburg teuer

Bei der durchschnittlichen Schadenshöhe liegt Hamburg mit 2824 Euro auf Platz zwei – hinter Berlin. Die Reparaturkosten jedes zehnten Schadens liegen bundesweit bei mehr als 5000 Euro. Jeder vierte Schaden zieht Kosten von mehr als 2500 Euro nach sich. Meist handelt es sich um Kaskoschäden, die Unfallverursacher selber zahlen müssen.

Personenschäden machen nur 3,9 Prozent der Schäden aus. „Dank verbesserter Technik und vielen Sicherheitssystemen werden bei weniger als 4 Prozent aller Schäden Menschen verletzt. Dies ist ein großer Erfolg, denn Personenschäden im Straßenverkehr sind oft dramatisch und kostenintensiv“, so Stoffels.

Für den Karambolage-Atlas 2018 hat die Generali über 700.000 Schadensfälle aus den Jahren 2015 und 2017 ausgewertet.

cb