Die Zentralheizung auf dem Foto wird nach dem Fernwärmerückkauf wieder von der Stadt Hamburg beliefert.
Wärme für die heimische Zentralheizung bald aus städtischer Hand. Symbolbild: pixabay

Die Hamburger Bürgerschaft hat dem Rückkauf des Fernwärmenetzes zugestimmt: Die Stadt übernimmt somit am 1. Januar 2019 das Fernwärmenetz von Vattenfall.

Am 1. Januar 2019 kauft die Stadt Hamburg das Hamburger Fernwärmenetz von Vattenfall zurück. Am Mittwoch stimmte die Hamburger Bürgerschaft der Entscheidung des Senats zu. Der Erste Bürgermeister der Stadt Hamburg Peter Tschentscher gab im Oktober bekannt, dass der Volksentscheid zum möglichen Kauf aus dem Jahr 2013 umgesetzt werde soll. Mit dem Fernwärmerückkauf wird die Stadt Hamburg alleinige Eigentümerin des Netzes.

„Eine Energiewende wäre mit Vattenfall nicht möglich gewesen“, sagt Stephan Jersch von der Linkspartei bei der Bürgerversammlung. Michael Krise von der FDP kritisiert, dass eine Rückkauf nicht sozial korrekt ist, weil die Fernwärmepreise für den Verbraucher steigen könnten. Die Stadt Hamburg wirft das Geld der Steuerzahler zum Fenster heraus, so Krise weiter.

Auf den Kaufpreis von 950 Millionen Euro hatten sich die Stadt Hamburg und Vattenfall bereits 2014 geeinigt. In dem Volksentscheid von 2013 hatten 444.000 HamburgerInnen mit einer knappen Mehrheit den Rückkauf von Strom-, Gas- und Fernwärme gefordert. 2015 und 2017 wurden bereits das Strom- und Gasnetz von der Stadt übernommen.

Fernwärme entsteht in Kraftwerken, so wie Strom. Heißes Wasser wird durch isolierte Rohre in Zentralheizungen von Hamburger Haushalten geleitet. Mehr als 470.000 Wohneinheiten wurden 2016 so versorgt.

meld

Vorheriger ArtikelHier kracht es in Hamburg am häufigsten
Nächster ArtikelTödlicher Unfall mit Rettungswagen
Melina Deschke, geboren 1992, kommt aus dem Pott. In Hamburg hat sie sich schon 2013 verliebt, während einer Hospitanz bei der Gaming-Sendung „Reload“, die vom ARD-Digitalkanal „Einsplus“ ausgestrahlt wurde. Dort sammelte sie ihre ersten Erfahrungen im Videoschnitt. Bereits zuvor spielte sie bei einem Praktikum in der Redaktion von „Vorzocker“ beruflich Videospiele. In Düsseldorf studierte sie Kommunikationsdesign und fand heraus, dass sie lieber kommuniziert als designt. Für den Hochschulsender „Paradise Park“ berichtete sie von Kunst- und Kulturveranstaltungen. Im Falle einer Zombie-Apokalypse wird Melina zu den wenigen Überlebenden gehören: Für ihre Bachelorarbeit schaute sie mehr als 100 Zombie-Filme. Kürzel: meld