Streikende Mitglieder der EVG halten am Hauptbahnhof eine Transparent mit der Aufschrift:
Streikende Mitglieder der EVG am Hauptbahnhof Hamburg. Foto: Georg Wendt/dpa

Ein Streik bei der Deutschen Bahn hat am Montagmorgen den Nah- und Fernverkehr zum Erliegen gebracht. Im Regionalverkehr gab es ab Mittag kaum noch Verspätungen, im Fernverkehr sind die Auswirkungen noch bis zum Abend zu spüren.

Pendler haben am Montagmorgen starke Nerven gebraucht. Ein Warnstreik der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) sorgte für Verspätungen und Zugausfälle, FINK.HAMBURG berichtete. Der Hamburger Regionalverkehr lief ab Mittag wieder normal, nur im Fernverkehr kommt es einem Bahnsprecher zufolge bis zum Abend zu Verspätungen.

In Hamburg waren neben dem gesamten Fernverkehr auch Teile des Regional- und S-Bahnverkehrs betroffen. Die S-Bahn-Linie 3 fiel zwischen Neugraben und Stade aus. Hier wurden Ersatzbusse eingerichtet. Im Regionalverkehr war den Angaben zufolge zudem der RE5 zwischen Hamburg und Cuxhaven betroffen, so dass Reisende auch hier mit Ausfällen rechnen mussten.

Wie viele Züge im Nah- und Fernverkehr ausfielen und die Zahl der betroffenen Fahrgäste konnte die Bahn nicht beziffern. Auf den Bahnhöfen im Norden sei es jedoch ruhig geblieben. Viele Pendler stiegen auf das Auto um oder kamen verspätet zur Arbeit.

Hintergrund des Warnstreiks ist ein Tarifkonflikt. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) fordert für ihre rund 160.000 Mitarbeiter eine Gehaltserhöhung von 7,5 Prozent. Die Bahn stellt eine Erhöhung von 5,1 Prozent sowie eine Einmalzahlung von 500 Euro in Aussicht. Am Samstag gingen beide Parteien ohne ein Ergebnis auseinander. Die EVG rief daraufhin zum bundesweiten Bahn-Streik auf. Die Bahn sprach von einer „völlig überflüssigen Eskalation“.

hle/tz/dpa

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Tobias Zuttmann, Jahrgang 1995, ist als Kind so heftig in eine Glastür gelaufen, dass er darin steckengeblieben ist. Heute bewältigt er lieber einen Halbmarathon. Nach dem Ressortjournalismus-Studium im fränkischen Ansbach absolvierte er eine Reihe von Praktika, unter anderem beim WDR, ZDF und „Kicker“. Am längsten blieb er bei ProSiebenSat.1 in der Redaktion der Sportsendung „ran“, denn auf Sport liegt auch im Journalismus sein Fokus. Anschließend folgte die Übernahme als freier Mitarbeiter. Wenn Tobias nicht gerade auf Weltreise ist, kann man ihn während der Football-Saison im ICE auf der Strecke Hamburg-München antreffen, wenn „ran“ wieder mal nach einem kompetenten Sportbericht verlangt. Dafür zeigt er vollen Einsatz: Für acht Stunden Arbeit fährt er innerhalb eines Tages zwölf Stunden Zug. Kürzel: tz
Hannah Lesch, Jahrgang 1994, überlebte bereits Wildwasser-Rafting mit Krokodilen in Namibia. Dort hat sie auch Bogenschießen gelernt. Nach dem Bachelor im Wissenschaftsjournalismus ging sie für ein Freiwilliges Soziales Jahr nach Afrika, um für die „Deutsche Welle Akademie“ Trainings für Medienschaffende anzubieten. Nebenbei organisierte sie ein Festival, bei dem in 48 Stunden Filme produziert wurden. Wissenschaftsjournalistin möchte sie werden, seit sie bei „Jugend forscht“ einen Preis gewonnen hat. Dafür kartierte sie Mauereidechsen. Und nein, mit Harald Lesch ist sie nicht verwandt. Ihren Namensvetter und ihr Idol würde sie trotzdem gerne mal treffen. Immerhin: Seine Gehaltsabrechnung wurde ihr beim Praktikum beim „Bayerischen Rundfunk“ aus Versehen zugestellt. Geöffnet hat sie diese aber nicht. Kürzel: hl