Das Maskottchen der Handball-WM Stan schaut in die Kamera.Foto: Sascha Klahn/DHB
Wird Maskottchen Stan der deutschen Mannschaft Glück bringen? Foto: Sascha Klahn/DHB

Mit dem Unentschieden gegen Frankreich hat sich Deutschland für die Hauptrunde der Handball-WM qualifiziert. Doch kann die deutsche Mannschaft nach 2007 wirklich ein zweites Wintermärchen schaffen? FINK.HAMBURG-Redakteur Tobias Zuttmann glaubt nicht daran.

1. Ohne Weltmeister von 2007

2007 wurde Deutschland im eigenen Land Weltmeister, aber vom damaligen Wintermärchen ist kein Spieler mehr im Kader. Lediglich Teammanager Oliver Roggisch weiß, wie es ist, im eigenen Land den Titel zu holen.

2. Keine Hamburg-Erfahrung

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Keiner der 16 Spieler hat jemals in einem Hamburger Verein gespielt – das sagt doch alles. Zuletzt war Mimi Kraus, der immerhin vier Jahre lang für den HSV Handball über das Feld lief, in toller Form. Doch der Rückraumspieler wurde von Trainer Christian Prokop nicht nominiert.

3. Keine Superstars

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Uwe Gensheimer ist zwar der wohl beste Linksaußen der Welt, ein echter Superstar, wie einst Stefan Kretzschmar, ist er hingegen nicht und wird deshalb sein Team nicht zum Titel führen können.

4. Deutschland ist nicht in WM-Form

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Schmerzhaft erinnern sich die deutschen Fans an das Ausscheiden in der Vorrunde bei der Fußball-Weltmeisterschaft. Aber auch in anderen Sportarten läuft es bei Weltmeisterschaften nicht mehr rund für Deutschland. Beim Feldhockey scheiterten die deutschen Herren im Viertelfinale, beim Turnen holten die Sportler und Sportlerinnen nur eine Bronzemedaille, beim Volleyball konnten sich die Herren nicht einmal für die WM qualifizieren.

5. Die internationale Erfahrung fehlt

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Von den 16 Spielern im deutschen Kader ist aktuell nur einer international angestellt: Uwe Gensheimer bei Paris St. Germain. Alle anderen spielen in Deutschland – in der „stärksten Liga der Welt“, oder? Naja, seit vier Jahren konnte keine deutsche Mannschaft mehr die Champions League gewinnen.

6. Es geht bergab…

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The trend is your friend. Oder eben auch nicht. Vor sechs Jahren wurde Deutschland bei der Handball-WM noch Fünfter, vor vier Jahren belegte die deutsche Mannschaft den siebten Platz, vor zwei Jahren den neunten Rang. Also müsste eigentlich dieses Jahr der elfte Platz folgen.

7. Dänemark hat Heimvorteil im Finale

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Das Eröffnungsspiel findet in Berlin statt, das Finale aber im dänischen Herning. Den Heimvorteil im entscheidenden Spiel könnte Mitfavorit Dänemark nutzen.

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Tobias Zuttmann, Jahrgang 1995, ist als Kind so heftig in eine Glastür gelaufen, dass er darin steckengeblieben ist. Heute bewältigt er lieber einen Halbmarathon. Nach dem Ressortjournalismus-Studium im fränkischen Ansbach absolvierte er eine Reihe von Praktika, unter anderem beim WDR, ZDF und „Kicker“. Am längsten blieb er bei ProSiebenSat.1 in der Redaktion der Sportsendung „ran“, denn auf Sport liegt auch im Journalismus sein Fokus. Anschließend folgte die Übernahme als freier Mitarbeiter. Wenn Tobias nicht gerade auf Weltreise ist, kann man ihn während der Football-Saison im ICE auf der Strecke Hamburg-München antreffen, wenn „ran“ wieder mal nach einem kompetenten Sportbericht verlangt. Dafür zeigt er vollen Einsatz: Für acht Stunden Arbeit fährt er innerhalb eines Tages zwölf Stunden Zug. Kürzel: tz

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