Eine Treppe der Cap San Diego mit weißem Pulver.
Das ABC-Pulver aus einem Feuerlöscher ist überall im Maschinenraum der Cap San Diego verteilt. Foto: Cap San Diego

Ein betrunkener Randalierer hat am Wochenende den Maschinenraum der Cap San Diego verwüstet. Nach einer Feier hat er in dem Museumsschiff Schäden im fünfstelligen Bereich verursacht.

Schock auf der Cap San Diego: Am Wochenende hat ein junger Mann im Maschinenraum des Museumsschiffs mit einem Feuerlöscher erheblichen Schaden verursacht. Wie die „Hamburger Morgenpost“ berichtet, war der betrunkene 27-jährige Mann nach einer Party auf das Schiff gelangt. Die Sprecherin der Cap San Diego, Gesa Rädeker, erklärte, es gäbe jedoch keine Einbruchsspuren. Die Schäden, die durch das versprühte ABC-Pulver aus dem Feuerlöscher entstanden sind, gehen in den fünfstelligen Bereich.

Mit einer Crowdfunding-Aktion möchte die Crew des Schiffs nun das Geld für die Reinigungsgebühren zusammenbekommen, 19.000 Euro ist das Ziel der Kampagne. Sollte der Täter verurteilt werden, muss er zwar die Reinigungsgebühren übernehmen, aber der Prozess kann Jahre dauern.

Die nächsten Tage wird der Maschinenraum nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Die Aufräumarbeiten werden einige Tage andauern. Der Plan ist, den Maschinenraum nächste Woche Dienstag wieder zu öffnen, wie Rädeker sagte. Da das Pulver korrosiv ist, muss man bei der Entfernung sehr vorsichtig sein, um weitere Schäden zu vermeiden.

Die Cap San Diego im Hamburger Hafen.
Der Maschinenraum der Cap San Diego ist in den nächsten Tagen nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Foto: Cap San Diego

Die Cap San Diego ist das größte betriebsfähige Museumsschiff der Welt und eine beliebte Touristenattraktion im Hamburger Hafen.

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Tobias Zuttmann, Jahrgang 1995, ist als Kind so heftig in eine Glastür gelaufen, dass er darin steckengeblieben ist. Heute bewältigt er lieber einen Halbmarathon. Nach dem Ressortjournalismus-Studium im fränkischen Ansbach absolvierte er eine Reihe von Praktika, unter anderem beim WDR, ZDF und „Kicker“. Am längsten blieb er bei ProSiebenSat.1 in der Redaktion der Sportsendung „ran“, denn auf Sport liegt auch im Journalismus sein Fokus. Anschließend folgte die Übernahme als freier Mitarbeiter. Wenn Tobias nicht gerade auf Weltreise ist, kann man ihn während der Football-Saison im ICE auf der Strecke Hamburg-München antreffen, wenn „ran“ wieder mal nach einem kompetenten Sportbericht verlangt. Dafür zeigt er vollen Einsatz: Für acht Stunden Arbeit fährt er innerhalb eines Tages zwölf Stunden Zug. Kürzel: tz