Seit drei Jahren bringt der Nikolaus nicht nur Schokolade, sondern auch die Jahres-Charts. Wir haben uns durch die musikalischen Rückblicke unserer KollegInnen gehört und präsentieren die Lieblingslieder der FINK.HAMBURG-Redaktion.

Ein Mensch verbringt im Durchschnitt 2,5 Stunden pro Tag damit, Musik zu hören. Viele wählen hierfür Dienste wie zum Beispiel Spotify, Apple Music oder Deezer. Zum ersten Mal hat Musik-Streaming sogar das Radio als beliebteste Quelle überholt – zumindest bei Jugendlichen. Über 60 Prozent der zwölf- bis 19-jährigen gibt an, täglich oder mehrmals pro Woche Musik zu streamen.

Auch die FINK.HAMBURG-Redaktion hat 2018 fleißig gestreamt. Unsere 13 Redakteure mit entsprechendem Account haben insgesamt 243.344 Minuten Musik im letzten Jahr gehört, allein über Spotify. Das sind knapp 169 Tage! Ob wir dabei auch auf Kuriositäten gestoßen sind? Wir haben den Musikgeschmack unserer RedakteurInnen mit ganz Deutschland verglichen und präsentieren euch die Jahrescharts der Redaktion.

Die Redaktions-Charts des Jahres 2018

Spotifys Nummer Eins des Jahres war „In My Mind“ von Dynoro und Gigi D’Agostino – bei Apple Music steht „Was du Liebe nennst“ von Bausa ganz oben. In den Charts der FINK.HAMBURG-Redaktion ist komischerweise keiner dieser Songs vertreten. Um ehrlich zu sein, sind wir kaum im Jahr 2018 angekommen. Aus den gesammelten Top 10 unserer RedakteurInnen ist kein einziges Lied in diesem Jahr erschienen. Stattdessen hat es mit „Superheldenanzug“ von Rockstah sogar ein Titel aus 2014 auf den neunten Platz geschafft – der Rest erschien 2017.

Die Charts der FINK.HAMBURG-Redaktion des Jahres 2018.

Auch in den Genres weicht unsere Redaktion stark vom Rest des Landes ab. Die deutschlandweite Top 10 bestand auf Spotify zu mehr als der Hälfte aus Hip Hop. Bei FINK.HAMBURG kommt der erste Deutschrap-Track erst auf dem neunten Platz. Davor wechseln sich Indie-Pop, Indie-Rock, Latin-Pop und Dance-Pop ab. Unsere gesamten Top 40 haben wir euch als Playlist aufbereitet:

Die beliebtesten KünstlerInnen des Jahres

Sowohl auf Spotify als auch auf Apple Music konnte Capital Bra mit Abstand die meisten Songs in den Jahrescharts unterbringen. Kein Wunder, der Rapper von Bushidos „Ersguterjunge“-Label stand dieses Jahr mit sechs verschiedenen Liedern an der Spitze der Single-Charts. In der FINK.HAMBURG-Redaktion spielt er aber kaum ein Rolle. Die Rap-Elite hieß hier nicht Capital Bra, Summer Cem und Bonez MC sondern Rockstah, Trettmann und Waving The Guns.

Wie schon in den gemeinsamen Top 10 Songs sind auch die meistgestreamten KünstlerInnen überwiegend aus dem Indie-Bereich – ob Indie-Pop, Indie-Rock oder Indie-Hip-Hop. Angeführt wird die Riege von dem Schweizer Singer-Songwriter Faber. Er hat es mit 14 Nennungen in die Top-Tracks der 13 RedakteurInnen geschafft.

Kuriositäten aus der Redaktion

Während wir fleißig Musik hören, sammeln die Musik-Streaming-Dienste Berge an Daten – und können am Ende des Jahres nicht nur Statistiken veröffentlichen, sondern auch mit Kuriositäten werben. 3.610 Nutzer haben ausschließlich Songs von Cher in ihren Top 5. Ein Spotify-Nutzer hat eine Playlist mit dem Titel „its the royal wedding tomorrow!!!“ 22 Tage nach der Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle erstellt. Es gibt neun Playlists mit dem Titel „God is a man“ und 28.802 mit dem Titel „God is a woman“.

Auch in unserer Redaktion haben wir drei witzige Statistiken entdeckt:

♫ Die Lieblings-„KünstlerInnen“ von zwei Redaktionsmitgliedern sind keine Sänger – bei ihnen sind die Fünf Freunde, Die Drei ??? und Benjamin Blümchen ganz weit vorne.

♫ Insgesamt hat die Indie-Band Brothers of Santa Claus weltweit nur 25.000 Hörer – in der FINK.HAMBURG-Redaktion wurden sie aber mehr als 25 Stunden lang gehört.

♫ Der längste Song aus allen Bestenlisten der Redaktion ist „Crocodile Go to Sleep“ von Camel Power Club mit 13 Minuten und 15 Sekunden.

Genres: Schlager, Latin Rap und Nu Metal

Wer auf die Charts von Spotify und Apple Music blickt, sieht eigentlich nur noch zwei Genres: Hip-Hop und Pop. Ein Blick auf die Verteilung die Playlisten der FINK.HAMBURG-RedakteurInnen zeigt, wie viele Musikrichtungen es da draußen doch noch gibt: Songs aus 42 verschiedenen Genres waren vertreten. Die Bandbreite reicht von Schlager über Latin Rap bis zu Soul und Nu Metal.

Das beliebteste Genre bleibt trotz dieser Vielfalt aber ganz klassisch: Pop. Auch wenn es niemand zugeben will: Fast alle hören Pop. Auf Apple Music wurde der klassische Pop bereits vom modernen Geschwisterchen Dance-Pop abgelöst. Die Popmusik gemischt mit DJ-Hooks und EDM-Einflüssen ist in der FINK.HAMBURG-Redaktion aber noch nicht oben angekommen – wir sind da noch ein bisschen klassischer. Sieht man ja auch an unserer Top 10.

Die Top-Songs der Redaktion

Nachdem die Gesamt-Charts quasi den musikalisch kleinsten gemeinsamen Nenner zeigen, haben wir für euch auch noch einmal die Filet-Stücke zusammengetragen. In der abschließenden Playlist findet ihr jeden Platz Eins der Jahresrückblicke aus der FINK.HAMBURG-Redaktion. Auch in diese Liste haben es Faber und Camilla Cabello geschafft – aber auch zahlreiche Künstler, die weder unter den Top-Künstlern noch in den Gesamt-Charts aufgetaucht sind. Viel Spaß beim Hören!

Wie sind unsere Charts entstanden?

Zum Jahresausklang stellt Spotify seit drei Jahren mit Spotify Wrapped individuelle Bestenlisten für jeden Nutzer zur Verfügung. Wir haben diese Listen von den Redaktionsmitgliedern mit Spotify-Account gesammelt und für die Gesamt-Charts jedem Song einen Punktewert zugewiesen. Für einen ersten Platz bekommt ein Titel 100 Punkte – für einen hundertsten Platz einen Punkt. Die FINK.HAMBURG-Charts zeigen die Songs mit den meisten Punkten. Da Spotify nach eigenen Angaben wenige Details an den Chart-Playlisten für eine bessere Hörbarkeit abändert, kann es zu minimalen Abweichungen von den real meistgehörten Songs kommen.

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Melina Mork, Jahrgang 1996, isst trotz ihrer Leidenschaft fürs Ausschlafen am liebsten Frühstück, auch gerne mal um 16 Uhr. Mit sieben Jahren wollte sie Stadionsprecherin werden, aber als in der Schule die Länge ihrer Essays zunehmend eskalierte, beschloss sie, dass sie lieber Journalistin werden will. Nach dem Abitur zog sie für das Studium in Kulturjournalismus von Salzgitter nach Hamburg. Erste Praxiserfahrungen sammelte Melina beim „Netzpiloten Magazin“ und der „Szene Hamburg“. Wenn sie nicht gerade Video-Essays bingewatched, arbeitet sie beim YouTube-Channel „In Bed with“ mit. Dort lädt sie Musiker ein in verschiedenen Betten Hamburgs Akustik-Sessions zu spielen und fragt sie zu allem aus, was mit Schlafen und Träumen zu tun hat. Kürzel: mrk
Björn Rohwer, Jahrgang 1993, liebt drei Dinge: Sport, Musik und Technik. Während er beim Sport lieber zuschaut, ist er bei der Musik mit vollem Einsatz dabei. Seit seinem sechsten Lebensjahr singt der studierte Musikwissenschaftler im Knabenchor, spielt Klavier, Saxophon und Klarinette. Zum Journalismus hat ihn seine dritte Leidenschaft gebracht: die Technik. Für verschiedene Gamingformate rezensiert er Videospiele, führt Interviews und verfasst Hintergrundberichte. In seinem 2014 erschienenen Buch „Unnützes Wissen für Gamer“ gibt er die Antwort darauf, warum Super Mario einen Schnauzbart trägt oder wieso Lara Croft eine große Oberweite hat. Das Buch hat er während eines Kreuzbandrisses geschrieben, den er sich beim Schulsport zuzog. Das Ende der Sportlerkarriere war der Anfang des Schreibens. Kürzel: bro