Mehr Bäume, weniger Brücken, keine Autos? Hamburgerinnen und Hamburger können sich dieses Jahr ihre Stadt selbst gestalten. Bei „Hamburg besser machen“ wird eine Plattform geboten, um Wünsche und Ideen zu äußern.

Wie sieht eine lebenswerte Stadt aus? Im Rahmen des Projekts „Hamburg besser machen“ sollen Antworten auf diese Frage gefunden werden. Jeder kann sich einbringen. FINK.HAMBURG hat sich angeschaut, was dahintersteckt.

1. Was steckt hinter der Idee?

„Hamburg besser machen“ ist eine Projektpartnerschaft zwischen der Körber-Stiftung und der Zeitung „Die Zeit“. Die Idee: Hamburgerinnen und Hamburger können miteinander in den Dialog über ihre Stadt treten. Sie sollen sich darüber austauschen, wie man Hamburg gemeinsam lebenswerter machen kann. Die Ergebnisse werden Politikerinnen und Politikern vorgestellt.

2. Wie läuft das ab?

  • Anfang Februar bis Ende März fanden Kneipengespräche statt. Autofreies Hamburg? Bessere Radwege? Mehr Bänke? Diese und mehr Fragen diskutierten die Teilnehmer beim Bierchen in ausgewählten Kneipen der Stadt. Die Ergebnisse wurden in Protokollen festgehalten. Außerdem konnten bis zum 22. April Wünsche auf der Webseite des Projekts gepostet werden.
  • Bis zum 31. Mai können sich die Teilnehmer durch Kommentare online auf der Seite austauschen. Nebenbei wird über die Ideen aus den Kneipengesprächen und früheren Beiträgen abgestimmt. Die besten Ideen werden in sogenannten Akademien weitergestrickt.
  • Am 11. Juni werden die Ideen im Körber-Forum vorgestellt, vor Vertreterinnen und Vertretern der Hamburger Politik.
Jemand mit Stift in der Hand schriebt etwas auf.
Kneipengespräche in Eppendorf. Foto: Ina Mortsiefer für die „Zeit“.

3. Was passiert mit den Ideen?

Zuerst werden die geposteten Vorschläge und die Ergebnisse der Kneipengespräche gebündelt. Was danach bearbeitet wird, hängt vom Engagement der Bürger ab. Wer möchte, dass die eigene Idee einen Platz in den Akademien findet, muss sich dafür einsetzen und aktiv an der Diskussion teilnehmen.

4. Wer nimmt an den Akademien teil?

Menschen, die aktiv an den Online-Diskussionen und den Kneipengesprächen teilgenommen haben, können teilnehmen. Hinzu kommen Experten, die ihre Einschätzung abgeben. Pro Akademie können 100 Personen teilnehmen.

5. Wie werden Ideen Wirklichkeit?

Bürgerinnen und Bürger sollen sich vernetzen und ihre Idee selbstständig vorantreiben. Nach der Vorstellung am 11. Juni begleiten die Körber-Stiftung und „Die Zeit“ den Dialog zwischen den Bürgerinnen und Bürgern und der Hamburger Politik. Für weitere Schritte und ob die Idee tatsächlich realisiert wird, sind also die Teilnehmer selbst verantwortlich.

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